14.11.02

14.11.2002: Deutsche Solarindustrie hat Produktionskapazitäten seit 1999 versechsfacht

Das Marktwachstum der Solarstrombranche hat von 1999 bis 2002 in der deutschen Industrie zu Investitionen in Höhe von über einer Mrd. Euro geführt. Dies geht aus dem aktuellen Photovoltaik-Branchenreport 2002 des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) hervor. Deutschland wird eine führende Rolle auf dem Photovoltaik-Weltmarkt zugeschrieben.

Nach Angaben der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) zählt Deutschland mittlerweile 32 Photovoltaik-Produzenten. Die inländischen Produktionskapazitäten der Solarmodul-Industrie konnten nach Angaben der UVS seit 1999 versechsfacht werden. Diese Daten wurden heute, Donnerstag, anlässlich der Tagung "3. Forum in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert.

Nach Verbandsangaben würden die Produktionskapazitäten an Solarzellen und -modulen inzwischen ausreichen, um den Inlandsbedarf nach Solarstromanlagen vollständig zu decken. Noch in diesem Jahr rechnet der Verband mit dem Neubau von solaren Kraftwerkskapazitäten mit einer elektrischen Höchstleistung von rund 70 Megawatt. Nach Angaben des UVS-Geschäftsführers Carsten Körnig liegt die Initialzündung für diese Entwicklung im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG): "In der Solarbranche vollzieht sich derzeit ein Wandel von der Importabhängigkeit zur Exportindustrie."


Zu den deutschen Solarfabrikanten gehören nach UVS-Angaben multinationale Konzerne und zahlreiche Mittelständler. Nach der aktuellen Branchenerhebung des IÖW zählt Deutschland inzwischen 22 Modulproduzenten, neun Produzenten von Solarzellen, drei Hersteller von Siliziumwafer, den Grundbausteinen von Solarmodulen, und 14 Fertigungsstätten für Solarwechselrichter zur Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.
(Ende)
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