14.01.08

14.1.2008: Meldung: Dyesol Limited:Markt-Update

Im Jahre 2007 wuchs der Weltmarkt für Solarphotovoltaik um mehr als 40 %,
wobei sich die neu installierten Kapazitäten auf ca. 2,3 GW beliefen.
Angesichts steigender Elektrizitätspreise, die durch die jüngsten
Preiserhöhungen für fossile Brennstoffe angetrieben werden, ist
photovoltaische Energie in einigen US-Bundesstaaten bereits
wettbewerbsfähig. Dasselbe wird bis zum Jahre 2015 für südeuropäische
Länder und bis 2020 für den Großteil Europas erwartet.

2007 wurde der globale Photovoltaikmarkt von vier Ländern beherrscht: Zu
den führenden Märkten Deutschland, Japan und den USA gesellte sich Spanien,
indem es seine jährlichen Installationen im Jahre 2007 verdreifachte.
Italien, Frankreich und Südkorea entwickeln sich zu beachtlichen Märkten,
und China und Taiwan zu bedeutenden Herstellern. In Großbritannien gab der
Stern-Report den Anstoß für ein sehr beträchtliches Engagement seitens der
Industrie und Regierung in Richtung auf Technologien wie zum Beispiel
Farbstoffsolarzellen, die in diesem Klima eine relative Leistungssteigerung
zu bieten haben.

Die erste Einrichtung für die Volumenproduktion von Sonnenkollektoren mit
Farbstoffsolarzellen (FSZ) der dritten Generation wird 2008 in Betrieb
gehen, während sich die Entwicklung von FSZ-Produkten in Europa und Asien
immer weiter intensiviert. Der unabhängige Beobachter Paul Maycock hat für
den Bereich der Farbstoff-, Nano- und organischen Solarzellen 12
Unternehmen identifiziert, von denen erwartet wird, dass sie bis 2010
Solarkollektoren auf den Markt bringen werden.

Dyesol befindet sich in weltweit führender Stellung als Technologie- und
Materiallieferant für den FSZ-Sektor. Demzufolge wird 2008 das Jahr, in dem
Dyesol seine Produktionskapazität beschleunigt, neue Produkte zur
Lizenzerteilung und für Joint Ventures vorstellt, und seine Präsenz in den
oben genannten Schlüsselmärkten konsolidiert.

Die Zusammenarbeit mit Corus und G24i in Großbritannien geht weiter und
Dyesol ist positioniert, um sowohl von der Entwicklungs- als auch der
Produktionstätigkeit dieser Unternehmen zu profitieren. Nach Abschluss des
ersten Abschnitts des Corus-Projekts zur Herstellung von FSZ auf Walzstahl
haben die Firmen ihre Partnerschaft für die zweite Phase verstärkt, die
darauf abzielt, das Projekt zur Vorserie zu bringen.

Außerdem hat Dyesol zum Zwecke der Zusammenarbeit bei der Erforschung und
industriellen Nutzbarmachung von FSZ in Italien die Firma Dyesol Italia
s.r.l. gegründet. Dabei ist der erste Schritt die Eröffnung von
Entwicklungseinrichtungen in Rom, die gemeinsam mit der römischen
Universität "Tor Vergata" betrieben werden. Die Lieferung von Geräten wird
im März beginnen. Außerdem ist das Unternehmen damit beschäftigt, die
Entwicklung von Gemeinschaftsprojekten in Deutschland und Spanien zu
evaluieren.

In Asien unterhält Dyesol ein solides Marketingprogramm in Japan, Korea und
Taiwan, wo Vertreter ernannt wurden, die inzwischen alle ihr Training
abgeschlossen haben. Wir wurden zur Aushandlung eines Joint Ventures mit
IPP (CAS) in Hefei zur kommerziellen Nutzbarmachung von FSZ-Elementen in
China aufgefordert und werden weitere Einzelheiten im Laufe der nächsten
Monate vorlegen.

In letzter Zeit hat sich auch der Golf zu einer Region entwickelt, in der
potentielle Geschäftspartner und Regierungen Interesse an den Tag gelegt
haben. Im Anschluss an einen Besuch durch den Aufsichtsratsvorsitzenden
Richard Caldwell und den Generaldirektor von Dyesol International, Gavin
Tulloch, hat das Unternehmen im Dezember einen Repräsentanten in Abu Dhabi
ernannt.

Um den Expansionsmöglichkeiten gerecht werden zu können, gab das
Unternehmen im Dezember den Standort unserer neuen "supergrünen"
Produktions- und Entwicklungsstätte in Australien bekannt. Die Einrichtung
wird die bestehende Vorserienanlage, erweiterte F&E-Laboratorien und
technische Anlagen, vergrößerte Materialherstellungseinrichtungen sowie
neue Produktionsstätten beherbergen. Umfassende Einzelheiten werden in
Kürze bekannt gegeben.

Dyesol ist voll kapitalgedeckt, um seinen Verpflichtungen bei
Expansionsprojekten in Australien, Großbritannien, Italien und China, sowie
bei den bereits früher bekannt gemachten Initiativen in der Schweiz und in
Südostasien nachzukommen.

Die Direktoren und Geschäftsführung von Dyesol sind sich bewusst, wie
wichtig es ist, bei der kommerziellen Nutzbarmachung von
Farbstoffsolarzellen die Führung zu bewahren und bei ihrer schnellen
Expansion mit dem Sonnenenergiemarkt Schritt zu halten, der FSZ zunehmend
als die Photovoltaiklösung für Anwendungen akzeptiert, die nicht regelmäßig
vollem Sonnenschein ausgesetzt sind. Neuere Meldungen, dass der Spotpreis
für Silizium auf über 300 US-Dollar pro Kilo gestiegen ist, bedeuten eine
Ausweitung der unmittelbaren Möglichkeiten für Farbstoffsolarzellen, die
aufgrund ihres wesentlich geringeren Energieverbrauchs bei der Herstellung
eine preisgünstigere Alternative darstellen.


Hinweis an die Herausgeber

Die Technologie – FARBSTOFFSOLARZELLEN

Die FSZ-Technologie lässt sich am besten als "künstliche Photosynthese"
beschreiben, bei der ein Elektrolyt, eine Schicht Titandioxid (ein in
weißer Farbe und Zahnpasta verwendetes Pigment) und ein Ruthenium-Farbstoff
benutzt werden, die zwischen Glas eingelegt sind. Durch Lichteinfall in den
Farbstoff werden Elektronen angeregt, die vom Titandioxid absorbiert
werden. Dabei entsteht ein elektrischer Stromkreislauf, der um ein
Vielfaches stärker ist als der, der sich bei der natürlichen Photosynthese
in Pflanzen ergibt. Im Vergleich zu herkömmlicher photovoltaischer Technik
auf Siliziumbasis sind bei Dyesols Technologie die durch die Herstellung
entstehenden Kosten und die graue Energie niedriger, und selbst bei
schwachen Lichtverhältnissen wird Elektrizität effektiver produziert.
Außerdem kann sie durch das Auswechseln konventioneller Verglasung direkt
in Gebäude integriert werden, anstatt Dachflächen oder zusätzliche
Grundstücksareale erforderlich zu machen.

Das Unternehmen – DYESOL Limited

Dyesol hat seinen Sitz in Queanbeyan in NSW (in der Nähe von Canberra) und
ist seit August 2005 an der australischen Börse notiert (ASX-Code "DYE").
Dyesol produziert und liefert ein aus Zubehör, Chemikalien, Materialien,
Einzelteilen und dazugehörigen Dienstleistungen bestehendes Sortiment an
Farbstoffsolarzellen-Produkten an Wissenschaftler und Hersteller von FSZ.
Das Unternehmen spielt eine führende Rolle dabei, diese Solartechnik der
dritten Generation aus dem Labor und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Weitere Einzelheiten zum Unternehmen und der Technologie finden Sie unter
www.dyesol.com
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