14.01.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

14.1.2008: Wochenrückblick: Nordex AG in China erfolgreich – Solarunternehmen setzen auf Wachstum in Asien – E.ON AG interessiert an Übernahme der spanischen Iberdrola SA

Auch in der zweiten Woche des neuen Jahres setzten sich die Verluste beim deutschen Leitindex DAX fort, er verzeichnete ein Minus von 2,47 Prozent auf 7.713,09 Punkte. Der US-amerikanische Dow-Jones büsste 1,56 Prozent ein und sank auf 12.853,09 Punkte. Kräftig Federn lassen musste der japanische Nikkei-Index, er verlor 6,01 Prozent auf 14.388,11 Punkte. Öl hat sich im Wochenverlauf deutlich verbilligt; ein Barrel kostete zuletzt 92,46 US-Dollar (minus 5,22 Prozent; Sorte "Brent Crude Oil"). Der Kupferpreis hat weiter zugelegt, von 6.990,25 auf 7.120,25 Dollar je Tonne (Copper Grade A), ein Plus von 1,86 Prozent. Der Euro verteuerte sich um 0,32 Cent gegenüber dem Dollar, er kostete zuletzt 1,4789 Dollar.

Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 150 Megawatt (MW) hat der Windanlagenbauer Nordex AG in China verkauft. Wie das TecDAX-Unternehmen mit Sitz in Norderstedt berichtete, hat es eine Ausschreibung einer Tochtergesellschaft des Energieversorgers Beijing Energy gewonnen. Nordex soll demnach 33 Turbinen vom Typ S70/1500 kW liefern. Die entsprechenden Maschinen und Rotorblätter produziert Nordex den Angaben zufolge in seinen neuen Werken in China.
Wie es weiter hieß, hat Nordex zudem einen Rahmenvertrag für die Lieferung weiterer 66 Anlagen der gleichen Baureihe mit Beijing Energy geschlossen. Diese Lieferung im Umfang von 100 MW sei für den Sommer des Jahres 2009 geplant. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Aufträge für Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 42,5 MW hat die indische Suzlon Energy Limited erhalten. Auftraggeber ist dem Unternehmen zufolge Eolia Renovables SRC. Die Order sei bei der Tochter Suzlon Wind Energy AS eingegangen, die für den Markt in Europa zuständig sei.

Das seit kurzem im TecDax notierte Solarunternehmen centrotherm photovoltaics AG hat eine Niederlassung in Taiwan gegründet. Wie centrotherm mit Sitz in Blaubeuren mitteilte, ist die centrotherm photovoltaics Asia Pte. Ltd. Taiwan Branch ein Tochterunternehmen der asiatischen centrotherm photovoltaics Asia Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur. Diese gehöre zu 100 Prozent zur centrotherm photovoltaics AG. In Taiwan sei die Einführung eines gesetzlichen Förderprogramms für erneuerbare Energien geplant, berichtete das Unternehmen weiter. Ziel sei es, die Fotovoltaik-Leistung Taiwans mit Hilfe direkter staatlicher Subventionen und verbindlich festgelegter Einspeisetarife für erneuerbare Energien bis zum Jahr 2010 auf 21 Megawatt-Peak (MWp) zu steigern.

Die Konstanzer Sunways AG hat zu Jahresbeginn 2008 eine Niederlassung in Bologna eröffnet. Roland Burkhardt, Vorstandsvorsitzender des Solarunternehmens, erklärte dazu: „Der italienische Markt, der bisher von unserer Zentrale in Konstanz betreut wurde, entwickelt sich vielversprechend.“

Der Ausrüster für die Solarindustrie Meyer Burger Technology AG hat 51 Prozent der Anteile der AMB Apparate + Maschinenbau GmbH erworben. Laut dem Unternehmen mit Sitz in Baar, Schweiz, wurde die am 21. Dezember 2007 angekündigte Akquisition am 10. Januar mit einem Kaufvertrag abgeschlossen. In diesem Zusammenhang seien 6.608 Namenaktien der Meyer Burger Technology AG aus dem genehmigten Kapital ausgegeben worden.

Ein neues Werk mit anfänglich rund 100 Mitarbeitern will die Tochter des börsennotierten Schweizer Technologieunternehmens Oerlikon Management AG, Oerlikon Solar, in Singapur aufbauen. Laut einer Unternehmensmeldung soll das Werk innerhalb eines Jahres aufgebaut sein. Mit dem neuen Standort hofft Oerlikon Solar den Angaben zufolge, seine Präsenz und Kundennähe in Asien zu steigern. Zugleich werde die Erweiterung von Produktion, Entwicklung und Support der Silizium-Dünnschicht-Solarlösungen der Oerlikon weiter voran getrieben.
Oerlikon Solar plant seinen Umsatz in 2008 auf mehr als 700 Millionen Schweizer Franken (CHF) zu steigern und in den kommenden Jahren Wachstumsraten von über 50 Prozent zu erzielen.

Solarzellen mit insgesamt 212 MW Leistung will die Berliner Solon AG für Solartechnik von der deutschen Tochter der Arise Technologies Corporation aus Waterloo, Ontario/ Kanada beziehen. Laut dem TecDAX-Unternehmen haben beide Firmen einen entsprechenden Vertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren geschlossen. Die Lieferung der Solarzellen aus dem neu gebauten Arise-Werk in Bischofswerda beginne im zweiten Quartal 2008. Die Solon AG baue damit ihren Lieferantenkreis weiter aus.
Im Auftrag der römischen Messegesellschaft wird die in Rom ansässige Firma Green Utility einer Agenturmeldung zufolge die Gebäudedächer in deren Ausstellungsgelände mit Dünnschichtsolarzellen (Thin-Film) ausstatten. Das Investitionsvolumen betrage zwölf Millionen Euro. Zu den Gründern von Green Utility zählt die Solon AG.

Der Wiener Grünstromerzeuger oekostrom AG plant einen Solarpark an der Südspitze Siziliens. Laut dem nicht börsennotierten Unternehmen soll das Kraftwerksprojekt mit einer Leistung von 1,6 MWp in der kleinen Gemeinde Ragusa entstehen. Es handele sich um eine der sonnenreichsten Regionen Europas, so oekostrom. Gegen Ende des Jahres soll die Anlage laut Plan den ersten Strom liefern.

Die bislang am Londoner Alternative Investment Market (AIM) und an deutschen Handelsplätzen notierte Solarwaferproduzentin ReneSola Ltd. strebt nun die Börsennotierung in New York an. Einem US-Medienbericht zufolge sollen Credit Suisse und Deutsche Bank Securities das IPO (Initial Public Offering) an der New York Stock Exchange begleiten. Termin und Preisspanne stünden noch nicht fest. Wie es weiter hieß, plant ReneSola, die Einnahmen aus dem Börsengang unter anderem für den Ausbau der Produktionskapazitäten in diesem Jahr und für den Rohstoffeinkauf einzusetzen.

Das niederländische Erneuerbare Energie Unternehmen EcoInvest Holding wird seit dem 9. Januar im Freiverkehr der Frankfurter Börse gehandelt. Wie die erst im September 2007 gegründete Gesellschaft aus Maastricht mitteilte, hat sie durch die Ausgabe von Aktien zum Nominalwert von 0,1 Euro 200.000 Euro eingenommen. Der Streubesitz liege bei 14,3 Prozent, 45,8 Prozent der Anteile halte das Management der EcoInvest. Die Holding hat sich demnach auf die Energiegewinnung aus Biomasse spezialisiert, die vorrangig aus der Landwirtschaft und dem Forstbereich stamme. Gegenwärtig bereite man über ein Tochterunternehmen mit Sitz in Shanghai drei Projekte in China vor.

Der Schwandorf Biogasanlagenbauer Schmack Biogas AG zählt nach Ansicht der Organisation „Europe"s 500“ zu den 500 wachstumsstärksten Unternehmen in Europa. Wie Schmack mitteilte, platzierte die Non-Profit Organisation das Unternehmen nach 2006 erneut unter den top 500 Unternehmen, die aus 28 europäischen Ländern ausgewählt wurden.

Der Kölner Rohstoff- und Recyclingkonzern Interseroh AG hat sich an dem US-amerikanischen Stahlrecycler und Stahlschrotthändler ProTrade Group LLC, Hudson/Ohio beteiligt. Wie Interseroh meldete, wurde eine im April 2007 vereinbarte Option zum Kauf von 25 Prozent der Anteile des Unternehmens gezogen. Die Vereinbarung aus dem vergangenen Jahr sehe zudem vor, dass das Investment mittelfristig auf 75 Prozent ausgedehnt werden könne. Für das Stahl- und Metallrecyclingsegment von Interseroh eröffne sich mit der Beteiligung der Zutritt zu dem mit zirka 60 Millionen Jahrestonnen weltweit größten Stahlschrottmarkt USA, hieß es. Die beiden Unternehmen kooperieren bereits seit knapp einem Jahr.

Ein Tochterunternehmen des US-amerikanischen Zulieferers der Zellstoffindustrie, Kadant Inc., hat Aufträge in Höhe von 26 Millionen Dollar aus Asien und den USA erhalten. Wie das Unternehmen aus Westford, Massachusetts, mitteilte, gingen bei Kadant Black Clawson Inc. Bestellungen eines asiatischen Papierproduzenten im Wert von 15 Millionen Dollar ein. Ein Auftraggeber aus den USA habe eine Nachfolgeorder im Umfang von 11 Millionen Dollar erteilt.

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.ON AG plant einem spanischen Medienbericht zufolge die Übernahme des Energieunternehmens Iberdrola. E.ON war in 2007 mit dem Versuch gescheitert, sich die spanische Endesa einzuverleiben. E.ON will den Angaben zufolge bei dem Übernahmeversuch mit dem Baukonzern ACS kooperieren, der zwölf Prozent der Iberdrola-Aktien besitzt.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.

Bilder: Windpark mit Turbinen der Nordex AG; Spezialsäge von Meyer-Burger für den Einsatz in der Solarindustrie; Iberdrola hat zahlreiche Windparks in Spanien errichtet. Im Bild das Projekt Elgea / Quelle jeweils: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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