14.12.04

14.12.2004: Meldung: EVN AG: positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2003/04

Strategisch richtungsweisend und wirtschaftlich erfolgreich: EVN zieht positive Bilanz für 2003/04

Highlights Geschäftsjahr 2003/04
(1.Oktober 2003 - 30.September 2004)

Umsatzerlöse 1.207,3 Mio EUR +11,6%
EBITDA 297,6 Mio EUR +30,8%
EBIT 114,6 Mio EUR +11,8%
Konzernüberschuss 117,4 Mio EUR +14,5%
Gewinn je Aktie 3,08 EUR +12,8%
Dividende je Aktie 0,95 EUR +26,7%

· Umsatzerlöse, operatives Ergebnis und Konzernüberschuss über Vorjahr
· Anhebung der Dividende von 0,75 EUR auf 0,95 EUR
· Mehrheitliche Übernahme von zwei bulgarischen Stromversorgern vor Abschluss
· Hohe Dynamik im Wassergeschäft: Projekte von WTE in Zagreb, Moskau, Stettin u.a.
· EVN errichtet thermische Abfallverwertung in Moskau
· Erfolgreiche Kapitalerhöhung: 3,3 Mio. neue Aktien im In- und Ausland platziert

Umsatzerlöse und Aufwendungen
Vor allem aufgrund der Beiträge aus dem Abfallgeschäft und dem Projektgeschäft der neuen EVN-Tochter WTE stiegen die Umsatzerlöse der EVN um 11,6 % gegenüber dem Vorjahr auf 1.207,3 Mio. EUR. Damit verzeichnet die EVN Gruppe erstmals auch in größerem Umfang Erträge, die außerhalb Niederösterreichs erwirtschaftet wurden. Während sich die Erlöse bei Strom um 8,5 % und bei Wärme um 12,8 % erhöhten, konnten die Wassererlöse markant auf 119,2 Mio. EUR von 21,4 Mio. EUR im Vorjahr gesteigert werden. Die Gaserlöse lagen aufgrund der Auslagerung des Gashandels und Großkundenverkaufs an die EconGas um 14,7 % unter dem Vorjahreswert.

Eine deutliche Belastung für die Ergebnisentwicklung der EVN ging im Berichtszeitraum von den stark gestiegenen Marktpreisen für Primärenergieträger und Strombezug aus. Aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises stieg der durchschnittliche Mitarbeiterstand der EVN Gruppe im Berichtszeitraum um 12,6 % auf 2.608 Personen. Dennoch zeigte der Personalaufwand der EVN mit insgesamt 200,5 Mio. EUR eine nur unterproportionale Steigerung von 5,5 %. Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um 46,4 % auf 183,0 Mio. EUR (Vorjahr: 125,0 Mio. EUR). Dabei stiegen die planmäßigen Abschreibungen vor allem infolge der laufenden Investitionstätigkeit der EVN sowie der im Vorjahr vorgenommenen Zuschreibungen um 17,8 % auf 152,8 Mio. EUR. Außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 30,2 Mio. EUR waren im Geschäftsjahr bei thermischen Kraftwerken und Wärmeanlagen der EVN sowie bei den Datenübertragungsnetzen.

Operatives Ergebnis (EBIT)
Trotz stark gestiegener Abschreibungen erhöhte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 11,8 % auf 114,6 Mio. EUR von 102,5 Mio. EUR im Vorjahr.

Finanzergebnis
Das Finanzergebnis erreichte im Berichtszeitraum ein sehr zufriedenstellendes Volumen von 21,3 Mio. EUR, lag damit jedoch unter dem Vorjahreswert von 42,8 Mio. EUR. Dieser war allerdings durch einmalige Erträge aus der Bewertung von Finanzinstrumenten stark positiv beeinflusst gewesen.

Unversteuertes Ergebnis und Jahresüberschuss
Das unversteuerte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2003/04 beträgt vor diesem Hintergrund insgesamt 135,9 Mio. EUR und liegt damit um 9,4 Mio. EUR bzw. 6,5 % unter dem Vorjahreswert von 145,4 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung von niedrigeren Ertragsteuern liegt das Konzernergebnis mit 117,4 Mio. EUR um 14,9 Mio. EUR bzw. 14,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Mehrheitliche Übernahme von zwei Stromversorgern in Bulgarien
Einen für die weitere Unternehmensentwicklung entscheidenden Erfolg erzielte die EVN kürzlich bei der Privatisierung der bulgarischen Elektrizitätsverteilgesellschaften mit der Übernahme der "Unternehmensgruppe Südost". Diese umfasst zwei Stromverteilgesellschaften mit einem Versorgungsgebiet von 42.000 km2 und 2,8 Mio Menschen mit einem jährlichen Strombedarf von 6.600 GWh. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte Ende Oktober 2004 in Sofia.

Wachstumssprung im Wassergeschäft
Deutlich ausbauen konnte die EVN im Berichtszeitraum ihre Marktposition und Aktivitäten im Wassergeschäft. Eingeleitet wurde diese Entwicklung zu Beginn des Geschäftsjahres durch die Übernahme der deutschen WTE Wassertechnik GmbH, der im Dezember 2003 der Erwerb der restlichen 50 % der Anteile der bereits zur Gruppe gehörenden, in Österreich tätigen NOVUM folgte. Bereits im Berichtszeitraum hat sich dieser Ansatz durch mehrere internationale Projekte bestätigt.

Thermische Abfallverwertung mit hoher Dynamik
Sehr positiv entwickeln sich auch die Aktivitäten der EVN in der thermischen Abfallverwertung: So hat die von der 100 %-Tochter AVN errichtete thermische Abfallverwertungsanlage im niederösterreichischen Dürnrohr plangemäß mit 1. Jänner 2004 ihren Vollbetrieb aufgenommen und bereits im ersten Betriebsjahr positive Ergebnisbeiträge erbracht.

Mittlerweile ist es der EVN gelungen, ihre Expertise im Bereich "Waste-to- Energy" auch für weitere Projekte nutzbringend einzusetzen. Als Bestbieter aus einer internationalen Ausschreibung hervorgegangen, wird die EVN in der russischen Hauptstadt Moskau eine thermische Abfallverwertungsanlage mit einer jährlichen Kapazität von 330.000 Tonnen bauen und betreiben.

Dividendenvorschlag
Aufgrund des Jahresergebnisses wird der Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,95 je Aktie (2002/03: EUR 0,75) vorschlagen.

Ausblick
EVN Generaldirektor Dr. Rudolf Gruber: "Für die Geschäftsentwicklung der EVN werden in den nächsten Jahren vor allem drei Faktoren bestimmend sein: Die Integration der zwei kürzlich erworbenen regionalen bulgarischen Stromversorger, die dynamisch wachsenden Ergebnisbeiträge der Geschäftsbereiche Wasser und thermische Abfallverwertung sowie die Weiterentwicklung der Partnerschaften im Rahmen der "Österreichischen Lösungen" für Strom und Gas."
Den vollständigen Geschäftsbericht 2003/04 finden Sie unter
http://www.investor.evn.at

WKN: 074105; ISIN: AT0000741053; Index: ATX
Notiert: Amtlicher Handel in Wien; Amtlicher Markt in Frankfurt (General Standard, WKN 878279) und München; Freiverkehr in Berlin-Bremen und Stuttgart
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