14.12.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

14.12.2005: Einer der gr??ten Siliziumhersteller der Welt geht m?glicherweise bald an die B?rse

Im Fr?hjahr 2006 k?nnte es soweit sein: Medienberichten zufolge will der M?nchener Spezialchemiekonzern Wacker-Chemie dann den B?rsengang wagen. Wacker-Chemie gilt mit seiner Tochter Wacker Polysilicon als einer der gr??ten Siliziumproduzenten der Welt. Wie die Zeitung Financial Times Deutschland (FTD) meldete, sind die B?rsenpl?ne von Wacker weiter gediehen, als das Unternehmen nach au?en darstellt. Kreise, die dem F?hrungsgremium nahe stehen, h?tten erkl?rt, die Pl?ne seien konkret, so das Blatt. Der angestrebte Zeitraum sei Mitte April bis Mitte Mai 2006.
Peter-Alexander Wacker, Vorstandschef und Gesellschafter des Unternehmens, blieb demgegen?ber vage in seinen Aussagen. Wie dpa-AFX mitteilte, gab er lediglich zu, dass der B?rsengang für das Gesamtunternehmen derzeit gepr?ft werde. "Wir w?ren ja Toren, wenn wir uns nicht mit diesem Thema auseinandersetzen w?rden", so Wacker laut dpa. Wachsen k?nne das Unternehmen auch aus eigener Kraft, erkl?rte der Vorstandschef. ?ber einen m?glichen B?rsengang werde "relativ kurzfristig" entschieden.

?ber den Einstieg der US-Investmentbank Morgan Stanley bei der Wacker-Chemie berichtete die Hamburger Tageszeitung "Die Welt". Die Beteiligung diene der Refinanzierung des R?ckkaufs von Wacker-Anteilen von dem deutsch-franz?sischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis im Sommer, will das Blatt aus "gut informierten Quellen" erfahren haben. Der Kaufpreis für den 44-Prozent-Anteil werde auf etwa eine Milliarde Euro gesch?tzt.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat das Unternehmen seine Pl?ne, die Tochter Siltronic gesondert an die B?rse zu bringen, verworfen. Das Tochterunternehmen produziert Wafer für die Chipbranche. Wie Reuters weiter berichtete, sieht Vorstandschef Wacker, die Siltronic "nach der ?berstandenen Sanierung 2005 nahe an der Nulllinie". F?r 2006 erwarte man einen "substanziellen Gewinn", so Wacker.

Wacker Polysilicon stellt nach Angaben des Unternehmens hochreines Silizium für die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie her. Der Gesch?ftsbereich beliefere f?hrende Wafer- und Solarzellenhersteller, so Wacker. Um den erwarteten Anstieg des Bedarfs nach polykristallinem Silicium begleiten zu k?nnen, w?rden derzeit die Produktionskapazit?ten weiter ausgebaut. Der Anteil der Sparte am Gesamtumsatz der Wacker Chemie lag im abgelaufenen Gesch?fts 2004 bei 10 Prozent.

Erst seit dem 24. November 2005 firmiert das M?nchener Chemnieunternehmen als Aktiengesellschaft, zuvor hatte es die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschr?nkter Haftung (GmbH). Hintergrund der ?nderung sei "die h?here Flexibilit?t, die die Rechtsform der Aktiengesellschaft in Fragen der Konzernfinanzierung biete", hei?t es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft. Die AG ?ffnet jedoch auch den Weg an die B?rse.

Die Konzernstruktur der Wacker Chemie besteht aus zwei Segmenten mit insgesamt f?nf Gesch?ftsbereichen - vier Chemiebereichen sowie dem Halbleiterbereich: Wacker Silicones (40 Prozent Umsatzanteil), Wacker Polymers (17 Prozent Umsatzanteil) und Wacker Fine Chemicals (4 Prozent Umsatzanteil). Den Umsatzanteil der Siltronic beziffert Wacker mit 32 Prozent.
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