14.02.03

14.2.2003: Windkraft von Oldenburg in die halbe Welt - Projekt Ökovest mit starkem Expansionsdrang

Die Projekt Ökovest GmbH hat sich über ihre brasilianische Tochterfirma Ecoprojeto 1000 Hektar Windfläche in Rio Grande do Sul gesichert. Wie das Oldenburger Unternehmen mitteilte, werden zur Zeit die ersten Anträge auf Genehmigung eines Windparks werden gestellt und Windmessungen durchgeführt. Die Windprojektierer bezeichnen die Rahmenbedingungen als ideal, die ausgesuchten Flächen befänden sich in der Nähe von Umspannwerken.

Besondere Attraktivität gewinnt das Projekt vor dem Hintergrund der durch die Wahl des neuen brasilianischen Präsidenten Lula veränderten politischen Verhältnisse. Mit Hilfe des Programms "PROINFA" wolle die neue Regierung die Installation von bis zu 3.300 Megawatt (MW) aus Windenergie, Biomasse, kleinen Wasserkraftwerken finanzieren, berichtet Projekt Ökovest. Per Dekret sei unter anderem eine Garantie des Ankaufs von Energie für 15 Jahre festgelegt worden.

Auch in Frankreich und Polen ist das Oldenburger Unternehmen mit Tochtergesellschaften tätig. Die französische Ecovest S.A.S. habe 162 MW in der konkreten Umsetzung, hieß es. Den Abschluss der Bauleitplanung für ein erstes 20 MW-Projekt in der Region Koszalin melde die polnische Ekovest Polska sp.zo.o. Gemeinsam mit dem Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) habe man dort über ein Jahr lang Windmessungen durchgeführt, die Bauanträge würden zur Zeit gestellt. Im Zuge des EU-Beitritts rechne man damit, schreiben die Oldenburger, dass die Gesetzeslage eine sichere Investition auf dem polnischen Markt gewährleisten werde. Die Ekovest Polska habe sich an der Ostseeküste Flächen von 640 Hektar gesichert.
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