14.03.02

14.3.2002: 20 Megawatt Strom mit Frischholz aus dem Baltikum: Inergetic AG baut Biomassekraftwerk am Rostocker Hafen

Die Schweriner Inergetic AG (WKN 534330) will im Rostocker Hafengebiet ein Biomassekraftwerk bauen. Die Verbrennungsanlage soll mit Holzabfällen betrieben werden. Hartwig Kühl, Pressesprecher des Unternehmens, erläuterte im Gespräch mit ECOreporter.de die Konzeption des Projekts: "Wir werden unsere Brennstoffe aus drei Quellen erhalten: Von der regionalen Entsorgungswirtschaft beziehen wir Resthölzer, aus verschiedenen kleineren regionalen Betrieben Grünabfälle wie Strauchschnitt und per Schiffsfracht aus dem Baltikum Frischholzreste von großen Sägewerken." Laut Kühl sieht die Planung eine thermische Feuerwärmeleistung von knapp 70 Megawatt (MW) vor, daraus könnten 20 MW elektrisch Energie gewonnen werden. Den Strom will das Unternehmen an die Stadtwerke Schwerin verkaufen, nach dem Erneuerbare Energien Gesetz zum Festpreis von 8,59 Eurocents pro Kilowattstunde.

Die gesamte Akquise, die Planung und den Bau des Kraftwerk führe die Inergetic AG selbst durch, erklärt Pressesprecher Kühl. "Die Finanzierung übernimmt ein strategischer Investor, der eventuell später die Anlage betreiben wird." Das Werk soll im Jahr 2004 in Betrieb gehen. Dann soll auch die Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen sein. Noch im Juni 2002 hofft die Inergetic AG auf die Erteilung der Baugenehmigung.




Bild: Biomassekraftwerk der Inergetic AG in Dennim (Quelle: Inergetic)
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