14.03.02

14.3.2002: Trittin: Solarkraftwerke sollen Exportschlager der Zukunft werden

Bundesumweltminister Jürgen Trittin will das Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung zur Weiterentwicklung erneuerbarer Energien über das Jahr 2003 hinaus verlängern. "Mit Unterstützung der Bundesregierung sollen Solarkraftwerke deutsche Exportschlager der Zukunft werden. Davon werden Klimaschutz und Wirtschaft profitieren", sagte Trittin.
Die Bundesregierung stelle im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms bis 2003 insgesamt zehn Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu solarthermischen Kraftwerken zur Verfügung. Fünf der geförderten Projekte beschäftigen sich mit den verschiedenen technologischen Möglichkeiten - von der Parabolrinnentechnologie bis zum sogenannten Solarturm. Ein weiteres Vorhaben diene der Technikbewertung und Unterstützung der Markteinführung von Solarkraftwerken. Für den Forschungsschwerpunkt erneuerbare Energien wende das Bundesumweltministerium insgesamt 30 Millionen Euro auf. Das Zukunftsinvestitionsprogramm solle nach Ansicht von Trittin zumindest bis 2006 fortgesetzt werden.
In solarthermischen Kraftwerken würden Spiegelsysteme eingesetzt, die das Sonnenlicht bündeln. Aus der entstehenden Wärme werde Strom erzeugt. Für den ökonomischen Betrieb dieser Anlagen kämen als Standorte hauptsächlich die trockenen und heissen Zonen südlich des 40. Breitengrades (Sonnengürtel) in Frage. Rein rechnerisch könne allein aus den Wüstenregionen Nordafrikas der Energiebedarf der Welt gedeckt werden. Obwohl Deutschland als Standort für solarthermische Kraftwerke nicht in Betracht käme, könnten diese Anlagen auch hier zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen, zum Beispiel durch den Einsatz hocheffizienter Systeme zur Energieübertragung.
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