14.03.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

14.3.2006: Mayr-Melnhof Karton AG meldet Gewinnrückgang - Dividende soll auf 2,60 Euro steigen

Einen deutlichen Gewinnrückgang meldet der österreichische Karton- und Faltschachtelhersteller Mayr-Melnhof Karton AG (MMK) für das Geschäftsjahr 2005. Das Konzernergebnis 2005 liege "wie erwartet unter dem Rekordwert im Vorjahr", so MMK. Laut dem Bericht sank das Betriebliche Ergebnis (EBIT) auf 140,7 Millionen Euro nach 149,9 Millionen im Vorjahr, ein Rückgang um 6,1 Prozent. Analysten hatten ein EBIT von 145,2 Millionen Euro prognostiziert. Das Ergebnis vor Steuern fiel auf 145,4 Millionen Euro nach 149,4 in 2004 (minus 2,7 Prozent). Der Jahresüberschuss belief sich auf 94,8 Millionen Euro, im Vorjahr hatte das Unternehmen mit Sitz in Wien noch 106,6 Millionen Euro Gewinn gemacht; das Minus beziffert das Unternehmen auf 11,1 Prozent. Die Analystenschätzungen lagen bei 91,1 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie beträgt den Angaben zufolge 8,39 Euro nach 9,43 Euro in 2004. Gewachsen sind die Umsatzerlöse des Kartonherstellers, sie kletterten laut der Meldung um 2,3 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro nach 1,42 Milliarden im Vorjahr. Damit wurden die Schätzungen der Analysten erfüllt, die im Vorfeld Umsatzerlöse in Höhe von 1,45 Milliarden Euro erwartet hatten.

Trotz des geringeren Überschusses soll es höhere Ausschüttungen für die Aktionäre der Mayr-Melnhof Karton AG geben. Der Vorstand wolle der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 2,40 Euro (exkl. Jubiläumsbonus) für 2004 auf 2,60 Euro je Aktie für 2005 vorschlagen, heißt es.

Infolge der "unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Ergebniseinschätzung für 2006 abgegeben werden, so MMK im Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2006. Der Papierkonzern kämpft den Angaben zufolge derzeit mit einem "massiven Energiekostenanstieg". Die bereits im Vorjahr angekündigte Kartonpreiserhöhung solle deshalb jetzt nach und nach im Markt umgesetzt werden, heißt es. Inwieweit es gelingen werde, die gestiegenen Kosten zu kompensieren, können erst mit dem Ergebnis zum ersten Quartal 2006 ermittelt werden. Als positives Zeichen werten die Wiener die Tatsache, dass der Auftragseingang trotz der Kartonpreiserhöhung auf gutem Niveau liege. Zur "Entschärfung des Mengendrucks" habe man die Kartonmaschine im bulgarischen Kartonwerk Nikopol temporär, voraussichtlich bis Jahresmitte 2006, angehalten, berichtet MMK.

Mayr-Melnhof Karton AG: ISIN AT0000938204 / WKN 890447

Bild: Kartonmaschine der Mayr-Melnhof Karton AG / Quelle: Unternehmen
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