14.03.06

14.3.2006: Meldung: Drägerwerk AG: Zahlen für das Geschäftsjahr 2005

Ertrag und Umsatz erneut gestiegen / Dräger legt vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2005 vor
· Konzernjahresüberschuss plus 26,0 % auf 59,6 Mio Euro
· Operatives EBIT plus 9,4 % auf 128,2 Mio Euro
· Umsatz steigt um 7,3 % auf 1,6 Mrd Euro
· Auftragseingang um 11,3 % auf 1,7 Mrd Euro erhöht
· Bilanz- und Finanzkennzahlen weiterhin stabil
· Fortsetzung des profitablen Wachstums auch für 2006 erwartet
· Höhere Dividende vorgeschlagen
· Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer noch nicht abgeschlossen

Lübeck, 14.03.06 - Der Dräger-Konzern hat auch im Geschäftsjahr 2005 beim Auftragseingang und Umsatz neue Spitzenwerte erzielt. Der Auftragseingang stieg um 11,3 % auf 1.696 Mio Euro, der Umsatz um 7,3 % auf 1.631 Mio Euro.
Beide Teilkonzerne konnten ihre Stellung in einigen wichtigen Märkten ausbauen und trotz erhöhten Preisdrucks ein deutliches Wachstum erreichen. Der Auftragseingang hat sich in den großen Regionen gegenüber den Vorjahreswerten gleichermaßen positiv entwickelt: Europa außerhalb Deutschlands + 14,6 %, Asien/Pazifik + 12,5 % und Amerika + 21,8 %. In dem schwierigen deutschen Markt konnte mit -0,8 % das Niveau des Vorjahres gehalten werden. Insbesondere in Amerika und Asien/Pazifik blieben die Steigerungsraten des Umsatzes hinter denen des Auftragseingangs zurück, da der hohe Auftragseingang zum Jahresende nicht vollständig als Umsatz realisiert werden konnte. Daraus ergibt sich aber ein Auftragsbestand, der eine gute Basis für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2006 bildet. Beide Teilkonzerne haben zu der erfreulichen Entwicklung der Auftragseingänge und Umsätze beigetragen. Ein Teil des Anstiegs bei Dräger Safety ist auf die Übernahme der Logistik-Gesellschaft Dräger Interservices GmbH von der Drägerwerk AG zurückzuführen, dies hat sich aber auf die Werte für den Dräger-Konzern nicht ausgewirkt.

Der Jahresüberschuss im Dräger-Konzern ist im Geschäftsjahr 2005 um 26,0 % auf 59,6 Mio Euro gestiegen (2004: 47,3 Mio Euro). Er hat damit eine Umsatzrendite von 3,7 % erreicht (2004: 3,1 %). Aus dem Jahresüberschuss entfallen 22,7 Mio Euro auf Anteile konzernfremder Gesellschafter (2004: 22,0 Mio Euro). Damit ergibt sich ein den Aktionären der Drägerwerk AG zuzurechnendes Ergebnis von 36,9 Mio Euro (2004: 25,3 Mio Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von 2,87 Euro für Stammaktionäre und 2,93 Euro für Vorzugsaktionäre (2004: 1,96 Euro bzw. 2,02 Euro). Das Ergebnis je Aktie enthält einen positiven Einmaleffekt aus der Umwandlung der Dräger Medical AG & Co. KGaA in die Rechtsform der AG & Co. KG in Höhe von 0,41 Euro.

Das operative EBIT stieg im Geschäftsjahr 2005 um 9,4 % auf 128,2 Mio Euro. Es entwickelte sich damit auch in diesem Jahr überproportional zu dem um 7,3 % gestiegenen Umsatz, obwohl die Bruttomarge infolge erheblichen Preisdrucks auf 48,1 % (2004: 49,2 %) leicht nachgab. Eine deutlich unterproportionale Entwicklung der operativen Kosten sicherte die weitere Ergebnisverbesserung. Diese Entwicklung spiegelt einerseits den starken Wettbewerb in den Märkten wider, andererseits aber auch die Fortschritte, die im Dräger-Konzern bei der Optimierung der Kostenstruktur erzielt wurden.

Darüber hinaus sind die M&A-bezogenen Einmalaufwendungen im Geschäftsjahr 2005 auf einen Betrag von nur noch 3,4 Mio Euro (2004: 22,3 Mio Euro) für noch nachlaufende Kosten aus Projekten der Dräger Medical gesunken.
Das negative Finanzergebnis von insgesamt -32,1 Mio Euro (2004: -24,9 Mio Euro) resultiert im Wesentlichen aus dem Zinssaldo, der sich durch einen gestiegenen Bedarf an Fremdkapital ergeben hat und Kursverlusten von -5,4 Mio Euro (2004: -1,7 Mio Euro), die im Rahmen der Absicherung der Budgetkurse entstanden sind.
Die Ertragssteuern sind trotz des um 36,2 % auf 97,0 Mio Euro verbesserten Ergebnisses vor Ertragssteuern (2004: 71,2 Mio Euro) nur leicht angestiegen, da sich das Verhältnis zwischen steuerpflichtigen Gewinnen und nicht steuerwirksamen Verlusten im Konzern weiter verbessert hat. Dies hat zu einer Verbesserung der Steuerquote geführt.

Vermögens- und Kapitalstruktur
Im Geschäftsjahr 2005 ist das Vermögen im Dräger-Konzern gestiegen. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 107,2 Mio Euro auf 1.536,2 Mio Euro, im Wesentlichen durch Anstieg der Vorräte um 28,5 Mio Euro und der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 65,8 Mio Euro. Die Zunahme der Forderungen ergibt sich zum Teil durch im Mittel längere Zahlungsziele über eine veränderte Länderumsatzstruktur. Bei den Vorräten haben sich sowohl die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch unfertige Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse erhöht, letztere insbesondere durch die Produktion der zum Jahresende noch eingegangenen Aufträge.
Finanziert wurde das zusätzliche Vermögen durch Zunahme des Eigenkapitals um 33,7 Mio Euro und im Übrigen durch die Erhöhung langfristiger Bankverbindlichkeiten aus der Begebung neuer Schuldscheine.

Das Eigenkapital von 502,8 Mio Euro deckt das gesamte langfristige Vermögen. Die gesamten Vorräte und nahezu die Hälfte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch langfristiges Fremdkapital einschließlich der Pensionsrückstellungen finanziert. Die Eigenkapitalquote ist mit 32,7 % nahezu auf dem Wert des Vorjahres von 32,8 %. Das Capital Employed (Konzernvermögen ohne liquide Mittel und latente Steuern nach Abzug der unverzinslichen Verbindlichkeiten) hat sich mit dem Anstieg des Vermögens auf 885,4 Mio Euro (2004: 796,8 Mio Euro) erhöht. Aufgrund des erhöhten Capital Employed sind die Nettofinanzverbindlichkeiten auf 255,8 Mio Euro gestiegen, das ist das 1,4fache des EBITDA

(2004: 218,3 Mio Euro; 1,3x EBITDA). Dieser Wert bietet weiterhin ausreichend Finanzierungsspielräume.

Dividende
Vor dem Hintergrund dieser insgesamt positiven Geschäftsentwicklung schlägt der Vorstand der Drägerwerk AG dem Aufsichtsrat vor, die Dividende auf 0,44 Euro pro Stammaktie (Vorjahr: 0,39 Euro) und auf 0,50 Euro pro Vorzugsaktie (Vorjahr: 0,45 Euro) anzuheben und dies auf der Hauptversammlung am 2. Juni 2006 zur Beschlussfassung vorzulegen.

Ausblick
Die Teilkonzerne erwarten 2006 unter unveränderten Marktverhältnissen ein Umsatzwachstum von 5 bis 7 % für Dräger Medical und 3 bis 5 % für Dräger Safety. Insgesamt rechnet der Dräger-Konzern mit einer Umsatzsteigerung von 4 bis 7 % sowie einer leicht überproportionalen Entwicklung des operativen Ergebnisses und des Jahresüberschusses.

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über die zukünftige Entwicklung des Dräger-Konzerns. Die Inhalte der Aussagen können nicht garantiert werden, da sie auf Annahmen und Schätzungen beruhen, die gewisse Risiken und Unsicherheiten beinhalten.
Wir machen in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass die oben genannte Information auf vorläufigen Zahlen beruht. Die Prüfung durch die Wirtschaftsprüfer ist noch nicht abgeschlossen.
Testierte und detaillierte Finanzzahlen zum Geschäftsbericht 2005 werden am 25.4.2006 anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Lübeck und einer Analystenkonferenz in Frankfurt / Main bekannt gegeben. Am 11.5.2006 erfolgt die Veröffentlichung der Q1/2006-Zahlen. Alle weiteren Finanztermine entnehmen Sie bitte unserer Unternehmenswebsite www.draeger.com unter Investor Center / Finanzkalender.

Kontakt
Corporate Communications: Dr. Welf Böttcher, Drägerwerk AG, Tel. 0451-882-2201, welf.boettcher@draeger.com
Investor Relations: Vanina Herbst, Drägerwerk AG, Tel. 0451-882-2685, vanina.herbst@draeger.com
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