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14.3.2007: Kräftiger Gewinnrückgang trotz höherem Umsatz in 2006 - Phönix SonnenStrom-Aktie bricht ein

Das Sulzemooser Solarunternehmen Phönix SonnenStrom AG hat im Geschäftsjahr 2006 mehr umgesetzt, aber weniger verdient. Wie die börsennotierte Gesellschaft mitteilt, stiegen die Umsatzerlöse laut vorläufigen Zahlen um auf 7,9 Millionen Euro oder 7,1 Prozent auf 119 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit rund 4,8 Millionen Euro um knapp drei Millionen unter dem Vorjahreswert (2005: 7,7 Millionen Euro). Die EBIT-Marge (Verhältnis von EBIT zu Umsatz) sank auf 4,0 Prozent nach 6,9 Prozent im Vorjahr.

Sondereffekte hätten die Ertragslage belastet, so Phönix SonnenStrom: Die Umstellung auf die Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS) und der Wechsel des Börsensegments vom Freiverkehr in den regulierten Markt (Prime Standard) hätten "mehrere Hunderttausend Euro" gekostet. Das vorläufige Konzernergebnis nach Steuern betrug den Angaben zufolge im Berichtszeitraum 3,0 Millionen Euro nach 4,95 Millionen Euro im Jahr 2005. Den Gewinn je Aktie beziffern die Sulzemooser mit 0,55 Euro. Laut dem Unternehmen bewegen sich die Konzernzahlen im Rahmen der im November angepassten Prognose.

Wie Phönix SonnenStrom weiter berichtet, hat sich das Auslandsgeschäft des Unternehmens besonders erfolgreich entwickelt. Die Umsatzerlöse kletterten demnach um fast 127 Prozent auf insgesamt rund 14 Millionen Euro bzw. rund 12 Prozent des Gesamtumsatzes. Das Geschäft der AG mit Photovoltaik- Großanlagen wuchs um 47,37 Prozent von 38 Millionen Euro im Vorjahr auf 56 Millionen Euro im Jahr 2006. 45 Prozent der Gesamtumsatzerlöse des Jahres 2006 erzielte der Konzern im vierten Quartal (rund 54 Millionen Euro). Die EBIT-Marge erreichte im vierten Quartal 5,6 Prozent (Vorjahresquartal: 8,1 Prozent).

In 2007 will das Solarunternehmen den Umsatz auf 200 Millionen Euro steigern. Der Auslandsanteil soll auf mindestens 20 Prozent wachsen, das EBIT auf "zirka neun Millionen Euro". Die EBIT-Marge soll 4,5 Prozent erreichen.

Die Phönix SonnenStrom AG plant, baut und übernimmt die Betriebsführung von Photovoltaik-Großkraftwerken und ist Fachgroßhändler für SonnenStrom Komplettanlagen, Solarmodule und Zubehör. Das Unternehmen hat derzeit über 100 Beschäftigte.

Die Aktie der Phönix SonnenStrom AG verzeichnet am morgen massive Verluste. Im Handel an der Frankfurter Börse verloren die Anteilscheine zuletzt 6,72 Prozent auf 16,10 Euro (10:20 Uhr). Vor einem Jahr lag der Schlusskurs für die Aktie um 11,80 Euro oder 73 Prozent höher bei 27,90 Euro.

Phönix SonnenStrom AG: ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9

Bild: Solarpark Waltenhof der Phönix SonnenStrom AG / Quelle: Unternehmen
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