14.04.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

14.4.2005: Internationale Initiative bek?mpft Korruption im Bergbau- und Erd?lsektor - erste Konferenz in London

Eine internationale Initiative hat erste Erfolge im Kampf gegen die Korruption im Bergbau- und Erd?lsektor erzielt. Wie die schweizerische Anlagestiftung ethos meldete, veranstaltete die Extractive Industries Transparency Initiative EITI im M?rz 2005 in London ihre erste grosse internationale Konferenz. Ausrichter des Treffens sei die britische Regierung unter Tony Blair gewesen, die EITI im Sommer 2003 am G8-Gipfel in Evian mitbegr?ndet habe. Etwa 300 Delegierte der verschiedenen Anspruchsgruppen h?tten die Konferenz besucht. Als Erfolge der Konferenz nannte ethos folgende Punkte:

* Die Best?tigung des Engagements s?mtlicher Unterst?tzer der Initiative.

* Die Ver?ffentlichung eines F?hrers für die Umsetzung der EITI-Grunds?tze zuh?nden der multinationalen Unternehmen und der Regierungen (EITI Source Book).

* Die Regierung von Aserbaidschan habe den ersten Berichts einer Regierung ?ber die Transparenz ihrer Eink?nfte aus Bodensch?tzen und den Stand bei der Umsetzung der EITI-Empfehlungen pr?sentiert. Dieser Bericht sei das Ergebnis einer beispiellosen Zusammenarbeit zwischen der Regierung von Aserbaidschan, den dort t?tigen multinationalen Unternehmen und eines Zusammenschlusses von 32 lokalen NGOs. Deloitte & Touche habe ein Audit des Berichts durchgef?hrt.
Mehrere weitere L?nder h?tten k?rzlich angek?ndigt, die Initiative zu unterst?tzen, darunter Bolivien, ?quatorialguinea und die Demokratische Republik Kongo.

* Eine Erh?hung der zur Verf?gung gestellten Mittel für die Umsetzung der EITI (insbesondere Grossbritannien, Frankreich, Norwegen, die USA, der IWF und die Weltbank w?rden die versprochenen Mittel erh?hen). Die britische Regierung werde weiterhin als internationales Sekretariat der EITI fungieren. Diese st?tze sich neu auf eine Beratergruppe, die sich aus Vertretern der verschiedenen Anspruchsgruppen der Initiative zusammensetze.

* Auf der Unternehmensseite sei die grosse Mehrheit der F?rderindustrie vertreten gewesen. Mehrere dieser Konzerne h?tten das Wort ergriffen. So habe BP angek?ndigt, Daten ?ber die Aktivit?ten in Aserbaidschan bez?glich der sehr umstrittenen BTC-Pipeline (Baku–Tbilisi–Ceyhan) zu ver?ffentlichen. Die 1800 km lange Pipeline, die das Kaspische Meer mit dem Mittelmeer verbinden solle, durchquere Aserbaidschan, Georgien und die T?rkei (vor allem die kurdischen Gebiete) und werfe diese zahlreiche Probleme bez?glich der Einhaltung der Menschenrechte und des Umweltschutzes auf, die von den NGO regelm?ssig angeprangert w?rden.

Angesichts des wachsenden Erfolgs der Inititative sei die n?chste internationale Konferenz bereits für M?rz 2006 anberaumt worden, so die Meldung.


Die Anlagestiftung ethos hat sich eigenen Angaben zufolge 2003 einer Erkl?rung von Investoren angeschlossen, mit der Unternehmen des Bergbau- und Erd?lsektors zu mehr Transparenz ?ber Zahlungen aufgefordert wurden, die sie an Regierungen für den Abbau von Bodensch?tzen leisten. Die Investorengruppe umfasse aktuell ann?hernd 60 Investoren, die zusammen ?ber 8300 Milliarden US-Dollar repr?sentierten.


?ber EITI
Die Initiative versuche, ein wirksames System für die Ver?ffentlichung der Zahlungen von multinationalen Unternehmen an Regierungen zu entwickeln, so ethos. So solle sichergestellt werden, dass diese Betr?ge auch tats?chlich in den nationalen Buchhaltungen erschienen und nicht die Korruption speisten. EITI werde nicht nur von Investoren, sondern auch von zahlreichen Regierungen, privaten und staatlichen Unternehmen (darunter BP, Shell, ExxonMobil, Total und Rio Tinto) sowie anderen wichtigen Anspruchsgruppen unterst?tzt, wie der Weltbank und Transparency International.

Website der EITI : www.eitransparency.org
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