14.05.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

14.5.2006: Presseschau: Handelsblatt sieht Investorenlandschaft für Windparks verändert - Offshore-Windanlagen stehen vor Problemen

Das Düsseldorfer Handelsblatt hat der Windkraft zwei große Beiträge gewidmet. Demnach hat sich die Investorenlandschaft für Windparkanlagen in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich gewandelt. Seien vor 15 Jahren vor allem private Anleger als Kommanditisten in kleinere Projekte eingestiegen, hätten mittlerweile Großanleger vor allem aus dem Ausland das Feld übernommen. Auch die magere Windernte der letzten Jahre habe private Anleger verschreckt, sagte Jürgen Koppmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Umweltbank AG dem Handelsblatt. Stephan Wulf, Analyst bei der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim sehe einen strukturellen Wechsel bei den Windparkbetreibern, zu denen zunehmend auch Versorgungskonzerne gehörten, berichtet das Blatt weiter.

Auch für Offshore-Windkraftanlagen würden zunehmend Großinvestoren gebraucht. Dabei schleppe sich die Realisierung solcher Anlagen in Nord- und Ostsee wegen der großen Finanzvolumina und technischer Schwierigkeiten eher hin. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag vom 3. Mai: "Läuft dem Ausbau der Offshore-Windkraft in Deutschland die Zeit davon? - Experten fordern Anpassungen im EEG". Der Bau eines Offshore-Windparks mit 80 Windmühlen vor der deutschen Küste schlage nach Brancheneinschätzungen mit 400 bis 800 Millionen Euro zu Buche, so das Handelsblatt weiter, das sei von der deutschen Windkraftbranche alleine kaum realisierbar. "Das sind riesige Volumina, wie man sie in Deutschland auch von Anlagen an Land nicht kennt", wird Norbert Giese, Deutschland-Chef des Anlagenherstellers Siemens Windpower vom Handelsblatt zitiert. Außerdem seien die erforderlichen Großanlagen mit Turbinen einer Höhe von 180 Metern wie die Anlage 5M von Repower bisher nur als Testversionen verfügbar. Dennoch seien die Windanlagenhersteller für die nächsten zwei Jahre mit Aufträgen aus dem Ausland so gut wie ausgebucht.
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