14.08.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

14.8.2007: Aktien-News: Vertrauensbeweis: Conergy AG erhält Konsortialkredit im Volumen von 600 Millionen Euro – Sprecher gegenüber ECOreporter.de: „Können Handlungsspielraum erweitern“

Einen Konsortialkredit in Höhe von 600 Millionen Euro hat die Hamburger Conergy AG erhalten. Wie das Tec-DAX-Unternehmen meldete, wurde mit einer Bankengruppe aus der Commerzbank AG, Dresdner Kleinwort, dem Bereich Investment Banking der Dresdner Bank AG und WestLB AG als Konsortialführer, Mandated Lead Arranger (MLA) ein „revolvierender Konsortialkredit und ein Konsortialdarlehen mit fester Laufzeit im Namen der Conergy AG“ im entsprechenden Umfang abgeschlossen. Die Konsortialführer hätten zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Mandate Letters das Platzierungsrisiko der Transaktion übernommen, hieß es weiter. Die Fazilität sei am 1. Juni 2007 von einer größeren Bankengruppe bereitgestellt worden. Barclays und die Deutsche Bank hätten sich der Finanzierung als MLAs angeschlossen.

Aufgrund der positiven Reaktion des Marktes auf die Kreditfazilität sei der Kredit deutlich überzeichnet gewesen, berichtete Conergy. Da das Unternehmen den ursprünglichen Nominalbetrag des Kredites beibehalten habe, seien die Zusagen der Kreditinstitute entsprechend quotal korrigiert worden. Nach dem Börsengang im März 2005 stelle der syndizierte Kredit nun das erfolgreiche Debüt von Conergy im Fremdkapitalmarkt dar.

Parallel dazu berichtete die Bremer Landesbank über eine Finanzierung für die Conergy-Tochter Epuron. Die Bank finanziert demnach einen Kreditrahmen über 105 Millionen Euro für Epuron. Mit Hilfe der Finanzierung könnten Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von bis zu 28 Megawatt realisiert werden, hieß es. Dabei handelt es sich laut dem Bericht um Projekte mit einer Leistung von 25 Megawatt in Deutschland und drei Megawatt in Italien. Die deutschen Projekte würden auf Freiflächen errichtet und setzten dabei auf die Technologie der Dünnschichtmodule der Firma First Solar. In Italien würden sowohl Silizium-Module als auch Dünnschichtmodule verwendet. Die ersten fünf deutschen Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 15 Megawatt würden voraussichtlich noch in 2007 fertig gestellt, der Rest im kommenden Jahr.

Thorsten Vespermann, Sprecher der Conergy AG, erklärt auf Nachfrage von ECOreporter.de: „Der Kredit an Epuron ist nicht in den 600 Millionen Euro enthalten. Er betrifft zudem den Bereich Projektentwicklung, mit den Mitteln sollen die Kraftwerke zwischenfinanziert werden.“

Der Konsortialkredit in Höhe von 600 Millionen Euro für Conergy diene demgegenüber dem Unternehmenswachstum, so Vespermann weiter. Man werde die Gelder aber „schonend“ einsetzen, zunächst sollten eigene Mittel genutzt werden. Die Eigenkapitalbasis betrage aktuell 34 Prozent. „Mit der Kreditlinie haben wir die Basis geschaffen, unser Wachstum in den nächsten Jahren zu finanzieren“, sagt der Sprecher: „Die Kredite sollen den Spitzenbedarf abdecken, mit ihrer Hilfe können wir unseren Handlungsspielraum erweitern.“

Laut Vespermann arbeitet Conergy mit den beteiligten Banken schon länger zusammen. Zu den Zinskonditionen der Kreditlinie will er auf Nachfrage von ECOreporter.de keine Angaben machen. Diese seien je nach Tranche und Bank unterschiedlich vereinbart worden. Einen großer Teil der möglichen Kreditmittel – insgesamt 150 Millionen Euro – will Conergy Vespermann zufolge für den Bau der neuen Solarfabrik in Frankfurt an der Oder verwenden. Diese Tranche habe eine Laufzeit bis Ende 2011. Für die verbleibenden 450 Millionen Euro habe Conergy eine Laufzeit von drei Jahren vereinbart.

Die Conergy-Aktie verlor bis zum Mittag 0,72 Prozent auf 57,57 Euro (Frankfurt; 13:25 Uhr). Zu Jahresbeginn hatten die Anteilscheine 48,49 Euro gekostet, vor einem Jahr 41,36 Euro.

Conergy AG: ISIN DE0006040025 / WKN 604002

Bild: Sitz der Conergy AG in Hamburg / Quelle: Unternehmen
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