14.09.05

14.9.2005: Veranstaltungsbericht: Training soll sich auszahlen - für Banken und die Energiebranche

Chancen für nachhaltige Projekte bei kleinen Kreditinstituten erh?hen - DBU gibt 100.000 Euro

14.9.2005 - Osnabr?ck. Wenn Unternehmer bei Kreditinstituten vorsprechen, um sich für die Umsetzung vielversprechender Konzepte zu erneuerbaren Energien und Energieeinsparung Geld zu leihen, k?nnen Banken diese Ansprache h?ufig nicht wechseln: Besonders in kleinen und mittleren Kreditinstituten fehlt es oft an ausreichendem Wissen. Kreditantr?ge werden abgelehnt, ?kologisch w?nschenswerte Projekte nicht verwirklicht. Unabh?ngige Institutionen, die ihr Wissen zur Verf?gung stellen, k?nnten eine L?sung dieses Problems sein. Das jedenfalls ist ein zentrales Ergebnis des dreij?hrigen Projektes "Coaching zur Finanzierung von nachhaltigen Energieprojekten" von BASE (Basel Agency for Sustainable Energy) und der Canopus Stiftung aus Freiburg, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 100.000 Euro gef?rdert wurde. Eine Abschlusstagung zum selben Thema fand heute im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabr?ck statt. Moderiert wurde das Treffen von ECOreporter.de-Chefredakteur J?rg Weber.

"Besonders den kleineren Hausbanken fehlt das Wissen vor Ort"

Ein gro?es Problem der nachhaltigen Energiebranche sei, dass die Technologien bei Finanzinstituten "noch wenig bekannt sind und sich die Kapitalgeber bei der Pr?fung und Risikoabsch?tzung sicherlich schwerer tun als bei anderen Industrien," betonte Dr. Fritz Brickwedde, DBU-Generalsekret?r, in seiner Er?ffnungsrede. Besonders den kleineren Hausbanken fehle das Wissen vor Ort, externe Gutachter seien aber oftmals sehr teuer. "F?r Gro?banken, bei denen die notwendige Expertise vorhanden ist, sind unsere Projekte aber oftmals zu klein", beschreibt Thomas Goldfu? von der juwi GmbH die andere Seite des Dilemmas aus Sicht des Unternehmers.

Energieagenturen auch von Banken mehr nutzen

"Gerade für die kleinen und mittleren Banken, die eigentlich die erste Adresse für die mittelst?ndisch gepr?gten Unternehmen aus dem nachhaltigen Energiesektor sind, m?ssen kosteng?nstige Beratungsm?glichkeiten aufgebaut und die Angebote der schon vorhandenen Institutionen wie zum Beispiel Energieagenturen auch von Banken mehr genutzt werden", fordert Virginia Sonntag-O"Brien, Direktorin von BASE. Dar?ber hinaus spielten die politischen Rahmenbedingungen eine bedeutende Rolle. "Loud, long and legal" m?ssen diese sein, um nachhaltige Energieprojekte erfolgreich zu flankieren, zeigt die Erfahrung von Martin Sch?pe vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: "Es muss eine klare politische Zielsetzung, eine langfristige Planungssicherheit und einen verl?sslichen gesetzlichen Rahmen geben."

Netzwerke in der Region erleichtern Risikoeinsch?tzung

Die Verbund-Sparkasse Emsdetten-Ochtrup geht mit gutem Beispiel voran: Renate T?njann zeigte, dass ihr Institut bereits Erfahrungen mit nachhaltigen Energieprojekten hat sammeln k?nnen. Anhand eines umfassenden Netzwerkes in der Region k?nne Fachwissen zur Beurteilung von Gesch?ftspl?nen genutzt und so die Risikoeinsch?tzung erheblich erleichtert werden.

Erste Barriere zwischen Unternehmer und Investor herabgesetzt

Sonntag-O"Brien und DBU-Expertin Verena Exner sind mit dem Ergebnis des Projektes sehr zufrieden. Das Ziel, die erste Barriere zwischen Unternehmer und Investor herabzusetzen und die jeweils andere Sichtweise kennen zu lernen, sei in vielen F?llen erreicht worden. Dass das Thema von besonderer Aktualit?t ist, belegen auch die Zahlen: in mehreren Veranstaltungen w?hrend der letzten drei Jahre haben ?ber 200 Teilnehmer aus Unternehmen und ?ber 60 aus dem Finanzbereich den Dialog gesucht.

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 13393): Astrid Grell, BASE Germany, Telefon: 0761/2020172, Fax: 0761/2854651, E-Mail: astrid.grell@energy-base.org, www.energy-base.org.

Bild: Wollen für mehr Verst?ndnis zwischen Unternehmen der Energiebranche und Kreditinstituten sorgen (v.l.): Virginia Sonntag-O"Brien, Direktorin von BASE, Verena Exner (DBU), DBU-Generalsekret?r Dr. Fritz Brickwedde, Renate T?njann von der Verbund-Sparkasse Emsdetten-Ochtrup und Thomas Goldfu? von der juwi GmbH / Quelle: Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
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