15.10.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

15.10.2004: "Fair Company": Bayer, BASF, Douglas und Co. wollen Hochschulabgänger nicht als Praktikanten ausbeuten

58 Unternehmen in Deutschland, darunter 20 börsennotierte Gesellschaften, haben sich verpflichtet, keine hochqualifizierten Berufsanfänger auf schlecht bezahlten Praktikanten- und Hospitantenstellen zu beschäftigen. Das meldet das Job- und Wirtschaftsmagazin "Junge Karriere" der Handelsblatt-Gruppe. Fünf Dax- und fünf MDax-Werte sowie zehn weitere börsennotierte Unternehmen seien der Initiative "Fair Company" beigetreten. Die Initiative will der zunehmenden Ausbeutung qualifizierter Hochschulabgänger entgegenwirken. Das Siegel erhalten Unternehmen, die keine Vollzeitstellen durch Praktikanten oder Hospitanten ersetzen, Berufsanfänger fair bezahlen und Hochschulabsolventen, die sich auf eine feste Stelle beworben haben, nicht mit einem Praktikum vertrösten.

Viele junge, hervorragend ausgebildete Leute arbeiteten heute für wenige Euro in der Hoffnung auf eine Festanstellung, kritisierte die Redaktion (über solche Praktiken bei Nachhaltigkeitsunternehmen berichteten wir am 16.9. im ECOreporter.de-Beitrag). Diese Entwicklung sei gefährlich - für die Entwicklung der jungen Akademiker genauso wie für den Standort Deutschland. Ambitionierte und talentierte Nachwuchskräfte würden immens verunsichert. Der Initiative haben sich 3M, Bayer, BASF, Coca-Cola, Intel, SAP, Unilever, Philips, Procter & Gamble und Roche, BMW, Deutsche Bank, Deutsche Bundesbank, Douglas, Edeka, E.ON, Fraport, Gerling, MLP, Nord/LB, Novartis, Tchibo, tesa und die WestLB angeschlossen.

Den teilnehmenden Firmen verleiht die "Junge Karriere" ein Gütesiegel, das diese beispielsweise in Personalimage-Anzeigen verwenden können.
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