15.11.02

15.11.2002: SAM lobt Nokia als "verantwortungsbewußten Arbeitgeber"

In seinem Monatsbericht vom Oktober widmet sich SAM, Zürich, ausführlicher dem Mobiltelefon-Hersteller Nokia. Das Unternehmen habe eindrucksvolle Zahlen für das dritte Quartal 2002 vorgelegt: Das Nettoergebnis habe sich auf 610 Millionen Euro verdreifacht. Die operative Marge im Bereich Mobiltelefone, der 80 Prozent des Umsatzes ausmache, habe mit 22,2 Prozent über den Erwartungen gelegen. Da der Umsatz lediglich um bescheidene zwei Prozent stieg, sei die Verbesserung Ausdruck eines erfolgreichen Kostenmanagements.

Das starke Ergebnis des Bereichs Mobiltelefone habe ein schwächeres Abschneiden der Netzwerksparte kompensiert, deren Erlöse um 7 Prozent auf 1,545 Milliarden Euro zurückgegangen seien, melden die Analysten von SAM. Die Vermögensverwaltungsgesellschaft aus Zürich hält Nokia für einen verantwortungsbewussten Arbeitgeber, dem es trotz des schwierigen Umfelds gelungen sei, Mitarbeiterzufriedenheit, die periodisch gemessen werde, und Produktivität aufrecht zu erhalten. Für das vierte Quartal gehe das Unternehmen von einem Umsatzplus von 2 bis 5 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro aus. Das Jahresendquartal sei für Telefonhersteller üblicherweise das verkaufsstärkste, da es vom Weihnachtsgeschäft profitiere. Unter Hinweis auf die Einführung neuer Farbdisplay-Modelle durch Nokia sieht SAM Wachstumsperspektiven des Unternehmens, die "sich trotz vorhandener Unsicherheiten beim Absatz von Multimedia-Modellen günstiger darstellen als die der Konkurrenz".

Die zehn größten Positionen, in die SAM investiert hat (30.09.02)

Unilever 8.7%
Royal Dutch/Shell 5.8%
Novozymes 5.5%
Johnson & Johnson 5.1%
Swiss Re 4.9%
Volkswagen 4.8%
Whole Foods Market 4.2%
Geberit 4.0%
Nokia 3.7%
ING Group 3.5%

SAM berichtet außerdem kurz über einige als nachhaltig eingestufte Unternehmen. Darunter:

Tomra

Tomra"s Erträge für das dritte Quartal 2002 - 716 Millionen Norwegische Kronen, +3 Prozent - reflektierten die positive Entwicklung beim Recycling (Einführung des Depotsystems in Dänemark und Zuwachs im Südamerikanischen Markt). Beim Investorenmeeting mit Tomra sei man in seiner Annahme bestärkt worden, dass für die folgenden zwei bis drei Jahre 30-40.000 Bestellungen für Getränkegebindesammler von deutschen Einzelhändlern zu erwarten seien. Für den Zeitpunkt der Depot-Einführung werde der Entscheid des Verwaltungsgerichts in Münster im November ausschlaggebend sein, so SAM.

Geberit

Das Wachstum von Geberit hat sich SAM zufolge weiter beschleunigt. Der konsolidierte Umsatz habe mit 987 Millionen Schweizer Franken 7,3 Prozent über der Vorjahresperiode gelegen. "Die starken Zahlen resultieren aus der beherrschenden Stellung im Renovationsbereich, gewinnbringenden Akquisitionen in Österreich und den USA sowie der Lancierung neuer, ökoeffizienter Produkte", heißt es. Mit neuen wassereffizienten Toilettenspülungen von Geberit könne der Wasserverbrauch um rund die Hälfte reduziert werden. Die Analysten erwarten ein schwächeres viertes Quartal, für das Gesamtjahr aber eine deutliche Steigerung der operativen Ergebnisse.
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