15.01.03

15.1.2003: Gewinneinbruch bei Techem AG - Ausblick optimistisch

Die Techem AG (WKN 547160), Energiedienstleister aus Eschborn bei Frankfurt, hat ihre Zahlen für das am 30. September abgelaufenen Geschäftsjahr 2001/2002 vorgelegt. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge teilte das Unternehmen im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz in Frankfurt mit, dass der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um mehr als 25 Prozent auf 38,9 Mio. Euro gesunken sei (Vorjahr: 53,2 Mio. Euro). Beim Jahresüberschuss fiel der Rückgang den Angaben zufolge weniger dramatisch aus, er ging von 13,1 Mio. Euro auf 12,4 Mio. Euro zurück. Der Umsatz wuchs um knapp sieben Prozent auf 379,3 Millionen Euro (Vorjahr: 355,1 Mio. Euro). Wie bereits in der Vergangenheit praktiziert, will Techem auch für das zurückliegende Geschäftsjahr keine Dividende an seine Aktionäre zahlen. Man entspreche damit einem Wunsch institutioneller Investoren, erklärte ein Unternehmenssprecher.

Horst Enzelmüller, seit dem 1. Januar amtierender Vorstandsvorsitzender der Techem AG, bestätigte gegenüber Reuters eine Ende September abgegebene Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2002/2003. Demnach will das auf Dienstleistungen für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bei der Erfassung, Verteilung und Abrechnung von Energie und Wasser spezialisierte M-DAX-Unternehmen das EBIT um gut 30 Prozent auf 52 Mio. Euro steigern. Dies würde einem Erlöswachstum von sieben Prozent und einem Ergebnisanstieg von 34 Prozent entsprechen. Die Zielmarke beim Umsatz liegt bei 406 Mio. Euro.

Der Vorstandsvorsitzende kritisierte, Techem habe zu hohe Sachkosten und zuviel Personal, das im laufenden Jahr abgebaut werden soll. Er plane Entlassungen vor allem in der Führungsmannschaft. Die Effekte des Effizienzsteigerungsprogramms würden jedoch frühestens im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres und voll erst 2003/04 zum Tragen kommen. Die Geschäftsentwicklung während des ersten Quartals bezeichnete Enzelmüller als planmäßig. Die Zahlen dafür sollen am 18. Februar bekannt gegeben werden. Als Ziele für das laufende Geschäftsjahr nannte er die Steigerung des Shareholder Value und die Intensivierung des Schuldenabbaus.

Finanzvorstand Walter Schmidt bezifferte die Nettoverschuldung im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 314 Mio. EUR, bei einem Vorjahreswert von 296 Mio. EUR. Von den Gesamtinvestitionen von 128 Mio. EUR seien dabei allein 44 Mio. EUR auf Akquisitionen entfallen. Im laufenden Geschäftsjahr sollen die Verbindlichkeiten Schmidt zufolge um rund 25 Mio. EUR reduziert werden, "mit steigender Tendenz in den Folgejahren".
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