15.05.03

15.5.2003: Meldung: WMF mit deutlicher Ergebnissteigerung

Die WMF blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2002 zurück. In einem außerordentlich schwierigen Branchenumfeld konnte der WMF Konzern seinen Umsatz um 1% auf 578,1 Mio. Euro steigern. Wie der Vorstandsvorsitzende Rolf Allmendinger auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart am 14. Mai weiter ausführte, ist in diesen Zahlen der Umsatz der Firma W. F. Kaiser & Co. GmbH enthalten, deren Konsolidierung zum 1.9.2002 erfolgte.

Mit der Übernahme dieser Gesellschaft habe die WMF ihre Produktpalette um ein gut am Markt eingeführtes Sortiment von hochwertigen Backformen ergänzt, sagte er. Im Gegensatz zu dem branchenbedingten Rückgang im Inland konnte die WMF im Ausland wiederum kräftig zulegen. Der Anteil des Auslands am gesamten Geschäftsvolumen erhöhte sich folglich von 34,2% auf 38,1%. Damit habe sich laut Allmendinger die Strategie, die an den ausländischen Märkten bestehenden Chancen konsequent auszuschöpfen, bewährt.

Der Umsatz der WMF AG ging um 5% auf 379,9 Mio. Euro zurück. Während das Geschäftsvolumen im Inland deutlich sank, konnten die Exporte spürbar erhöht werden. Der Auslandsanteil am Umsatz wuchs von 21,8% auf 23,9%.

Insbesondere durch den erfolgreichen Ausbau des Auslandsgeschäfts sowie durch striktes Kostenmanagement gelang es im Konzern, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 23% auf 21,0 Mio. Euro zu verbessern. Aufgrund geringerer Beteiligungs- und Zinserträge erhöhte sich der Jahresüberschuss weniger kräftig, und zwar um 8% auf 11,4 Mio. Euro.

In diesem erfreulichen Ergebnis sind Sonderbelastungen im Zusammenhang mit der Verlagerung der Besteckfertigung von WMF Flatware zu WMF China und der Restrukturierung von WMF Hogatron bereits berücksichtigt. Maßgeblichen Anteil an dem Ergebnisanstieg hatten der Erwerb Kaiser und die erwartungsgemäß weitere Ergebnisverbesserung bei Silit. Auch das Ergebnis der Produktions- und Markengesellschaften lag den Angaben zufolge über Vorjahr.

Im Einzelabschluss weist die WMF AG im Berichtsjahr einen Bilanzgewinn von unverändert 10,8 Mio. Euro aus. Auf dieser Grundlage schlägt die WMF der Hauptversammlung 26. Juni 2003 für das Geschäftsjahr 2002 die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 0,77 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie vor. Damit bestätigt die WMF einmal mehr die auf Kontinuität und Verlässlichkeit ausgerichtete Dividendenpolitik.

Der Unternehmensbereich Konsumgeschäft war in 2002 geprägt von deutlich sinkenden Umsätzen im deutschen Einzelhandel. Vielfältige Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen haben nach den Worten von Allmendinger dazu beigetragen, das für die WMF wichtige Jahresendgeschäft zu stabilisieren. Weitere Fortschritte seien im Export realisiert worden. Hier habe die Marke WMF am Point of Sale zunehmend positioniert und etabliert werden können. Besonders positiv sei dabei das Geschäft im Direktexport verlaufen. Vor diesem Hintergrund habe der Aufwärtstrend im Export fortgesetzt werden können.

Erneut überdurchschnittlich erfolgreich war das Geschäft im Segment Küche. Hier konnte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr weitgehend behauptet und damit die Marktstellung der WMF weiter gefestigt werden. Die erfolgte Umstellung der Produkte auf TransTherm-Allherd-Böden wirkte sich positiv auf die Geschäftsentwicklung bei Kochgeschirren aus. Am rückläufigen inländischen Besteckmarkt konnten die Marktanteile auf hohem Niveau gehalten werden; positiv waren die Besteckumsätze im Export.

In der Sparte Filialen blieben die Umsätze deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurück. Mit Blick auf die sich verändernden Konsumgewohnheiten wurden bei den Filialen der WMF weitere Umstrukturierungen vorgenommen. Hervorgehoben wurde der grundlegende Umbau der Filiale Köln. Dort wurde eine völlig neue Konzeption in der Sortimentsstruktur und der Warenpräsentation umgesetzt. Gleichzeitig wurde diese Filiale mit einer Kaffeebar ausgestattet. Die Entwicklung bei den inzwischen auf Lifestyle ausgerichteten Filialgeschäften zeigte eine positive Tendenz.

In einem verschlechterten konjunkturellen Umfeld profitierte die Sparte Objektgeschäft der WMF in 2002 von dem unverändert aktuellen Trendthema Kaffeespezialitäten. Einige bedeutende Neukunden konnten gewonnen werden. Dem Erfolg im inländischen und vor allem im ausländischen Kaffeemaschinengeschäft war es laut Allmendinger maßgeblich zu verdanken, dass der Spartenumsatz insgesamt wuchs. Dabei habe sich auch die erfolgreiche Integration der Ende 2001 erworbenen Tochtergesellschaft WMF Japan in den WMF Konzern positiv ausgewirkt.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im Konzern in 2002 auf rund 20 Mio. Euro. Die Finanzierung erfolgte wiederum durch den Cashflow. Das außerordentlich solide finanzielle Fundament zeigt sich in der hohen Eigenkapitalquote von 60 %.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Konzern zum Jahresende 2002 um 47 Mitarbeiter auf 5.469 Beschäftigte. In der AG wurden mit 3.772 Mitarbeitern 132 weniger beschäftigt als im Vorjahr.

Für 2003 rechnet Allmendinger mit einem weiterhin schwierigen Branchenumfeld. Deshalb werde es das Bestreben der WMF sein, eine unabhängige Firmenkonjunktur zu erzeugen. Im Mittelpunkt der auf dieses Ziel ausgerichteten Strategie stehe das internationale Geschäft, wo verstärkt Akzente gesetzt werden sollen. Darauf basiere zugleich auch die Zuversicht, dass die WMF im Geschäftsjahr 2003 Umsatz und Ergebnis werde verbessern können.
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