15.05.05 Nachhaltige Aktien , Meldungen

15.5.2005: Solar Millennium AG: Gewinn gesteigert, ehemalige Fondskommanditisten sollen Sonderzahlung erhalten - kein Kraftwerksverkauf an EECH

Die Solar Millennium AG, ein Projektierer solarthermischer Gro?kraftwerke mit Sitz in Erlangen, hat im Gesch?ftsjahr 2003/04 insgesamt 490.750 Euro Gewinn erzielt. "Den ?berschuss haben wir im operativen Gesch?ft erwirtschaftet", sagt Sven Moormann, Unternehmenssprecher der Solar Millennium. Der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist zu entnehmen, dass das Unternehmen im abgelaufenen Gesch?ftsjahr Umsatzerl?se im Volumen von 3,1 Millionen Euro erzielt hat.

Mit 237.000 Euro solle knapp die H?lfte des Gewinns ausgesch?ttet werden; dies gehe auf eine Bestimmung in ? 31 Abs. 4 der Satzung zur?ck. Den Restbetrag von 254.000 Euro wollen die Erlanger auf neue Rechnung vortragen. Moormann erkl?rt: "Um diese Bestimmung unserer Satzung zu verstehen, muss man ein wenig in die Geschichte der Solar Millennium AG schauen: Vorl?ufer der heutigen Aktiengesellschaft waren eine GmbH und zwei Fonds. Aus der GmbH wurde die AG, die wiederum wurde im Sommer 2001 mit den Fonds verschmolzen. Die Kommanditisten der beiden Fonds erhielten im Tausch für ihre Fondsanteile Aktien der Gesellschaft. Den Modus der Umwandlung hat ein unabh?ngiger Gutachter festgelegt. Zus?tzlich zu den Anteilsscheinen wurde den Kommanditisten des ?lteren Fonds - das war der "Solar Century Fonds" - eine einmalige Vorabaussch?ttung in H?he von 4,2 Millionen DM zugesichert (2,15 Millionen Euro). Damit sollten die Aktion?re für den fr?heren Einstieg entsch?digt werden. Von der Regelung sind ausschlie?lich Kleinaktion?re betroffen, die werden nun ihre "erste Rate" erhalten." F?r die vorgeschlagene Gewinnverwendung sei die Zustimmung der Hauptversammlung der Gesellschaft erforderlich, so der Sprecher.

Hat die Solar Millennium AG, wie des ?fteren spekuliert wurde, Projekte an die Hamburger EECH verkauft? Unternehmenssprecher Moormann dementiert das entschieden: "Wir wissen, dass solche Vermutungen immer wieder laut werden, da ist aber nichts dran", sagt er im Gespr?ch mit ECOreporter.de.
Als wichtigsten Schritt in der Unternehmensentwicklung der letzten Monate bezeichnet der Sprecher den Einstieg der Cobra/ACS-Gruppe. "Der Verkauf von je 70 Prozent der Anteile unserer Andasol-Projekte an die Cobra/ACS-Gruppe war für uns operativ von entscheidender Bedeutung", so Moormann. Im Dezember 2004 habe Cobra/ACS 70 Prozent der Anteile der spanischen Tochtergesellschaft für das Kraftwerk Andasol 1 von Solar Millennium ?bernommen. Im Februar 2005 habe Cobra/ACS dann eine Kaufoption ausge?bt und sich auch an der zweiten Kraftwerksgesellschaft Andasol 2 mit 70 Prozent der Aktien beteiligt.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft soll am 22. Juni 2005 in N?rnberg stattfinden. Falls erforderlich, stehe auch der darauf folgende 23. Juni zur Verf?gung, hie? es. Bei positiver Weiterentwicklung der Solar Millennium AG d?rfte die Gesellschaft kein Kandidat mehr für die ECOreporter.de-Wachhundrubrik sein.

Die Aktien des nicht b?rsennotierten Unternehmens k?nnen ?ber das Ettlinger Wertpapierhandelshaus Valora AG werden.

Solar Millennium AG: WKN 721840 / ISIN DE0007218406

Bild: Solarrinnenkraftwerk; Spiegel für Solarthermisches Kraftwerk / Quelle: Solar Millennium AG
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