15.08.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

15.8.2003: Rekordverdächtig: 945 Millionen Euro Halbjahresverlust bei EnBW

Der Energieversorger Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) meldet für die ersten sechs Monate 2003 einen Bilanzverlust in Höhe von 945,5 Mio. Euro. Wie das Karlsruher Unternehmen anlässlich der Vorlage der Halbjahreszahlen bekannt gab, bestätigen und präzisieren die Zahlen die bereits im Vorfeld angekündigten potenziellen Ertragsbelastungen. Der Abschreibungsbedarf beläuft sich den Angaben zufolge auf insgesamt auf rund 1,1 Mrd. Euro. Für das zweite Halbjahr müsse mit einer weiteren Ergebnisbelastung von annähernd 200 Mio. Euro gerechnet werden, so EnBW. Für das gesamte Jahr 2003 geht das Unternehmen von einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund minus 1 Mrd. Euro aus.

Trotz der dramatischen Wertberichtigungen sieht sich der Konzern noch handlungsfähig. Prof. Dr. Utz Claassen, Vorstandsvorsitzender des Energieversorgers, sieht die Ergebnisbelastungen als "Altlasten"; diese hätten zum ganz überwiegenden Teil Einmalcharakter, ohne operative Nachhaltigkeit im Kerngeschäft, und würden zum größeren Teil keine Liquiditätswirkung entfalten.

Der um Einmalbelastungen bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von rund 525 Mio. Euro belege mit einem Zuwachs von 30 Prozent ein stabiles operatives Ergebnis in den Kerngeschäftsfeldern Strom und Gas, hieß es. Die Restrukturierung des Konzerns laufe, aus einem dem Kostensenkungs- und Ertragssteigerungsprogramm erwarte man bereits im laufenden Geschäftsjahr einen positiven Beitrag zur Ergebnisentwicklung.

Das Unternehmen steigerte seine Umsatzerlöse gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,5 Mrd. Euro oder 36 Prozent auf 5,67 Mrd. Euro.

EnBW AG: ISIN DE0005220008 / WKN 522000
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x