16.12.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

16.12.2004: Weiterer Keulenschlag für Führung von Fannie Mae - Harsche Kritik durch die SEC

Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde, die Securities and Exchange Commission (SEC), hat die Einnahme-Bilanzierung von Fannie Mae für die Jahre 2001 bis 2004 verworfen. Es sei gravierend gegen Bilanzierungsstandards für Derivate verstoßen worden. Das geht aus US-Medienberichten hervor. Der US-amerikanische Hypothekenfinanzierer müsse nach dem SEC-Verdikt die Einnahmen neu ausweisen. Ende September war Fannie Mae bereits von der föderalen Finanzaufsicht für Unternehmen, dem Office of Federal Housing Enterprise Oversight, beschuldigt worden, seinen Bilanzen zu manipulieren, um Einnahmen und hohe Gratifikationen für das Management zu verstecken. Unternehmenssprecher Chuck Greener hat nun einem Agenturbericht zufolge erklärt, der Bescheid der SEC werde sich belastend auf das Mindestkapital auswirken. Fannie Mae droht nun ein bilanzieller Verlust von neun Milliarden Dollar im vierten Quartal. Damit erhöht sich ein weiteres Mal der Druck auf Franklin Raines, den CEO von Fannie Mae, und Finanzchef Timothy Howard. Sie hatten im Oktober die Vorwürfe gegen sie zurückgewiesen und vor dem US-Kongress ausgesagt, dass das Unternehmen ordentlich bilanziert und seine Einnahmen nicht manipuliert habe, um Sondergratifikationen zu verstecken (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 7. Oktober). Zuletzt war die Unternehmensführung noch durch einen Betrugsskandal in die Schlagzeilen geraten (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 30. November).

Fannie Mae: ISIN US3135861090 / WKN 856099

Bildhinweis: Wie lange kann er sich noch auf seinem Posten halten? Konzernchef Franklin Raines / Quelle: Fannie Mae
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