01.06.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

1.6.2004: Bestechungsvorwürfe gegen GlaxoSmithKline in Italien - 228 Millionen Euro Bakschisch für Ärzte?

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline plc. sieht sich Vorwürfen der italienischen Justiz ausgesetzt. Laut der Meldung eines amerikanischen Internetinformationsdienstes wurden 300 Angestellte des Unternehmens durch die italienische Polizei befragt. Sie sollen bisher unbestätigten Gerüchten zufolge Ärzte mit unerlaubten Mitteln dazu bewegt haben, Produkte von GlaxoSmithKline (GSK) einzusetzen.

In einer seit zwei Jahren laufenden Untersuchung habe die italienische Polizei aufgedeckt, dass der Pharmariese den Ärzten in der Zeit von 1999 bis 2002 Ferienaufenthalte, Computer, Bargeld und Medikamente im Wert von 228 Millionen Euro angeboten habe, so der Bericht. In den Betrugsskandal seinen insgesamt 4400 Mediziner verwickelt.

Ein GSK-Sprecher habe sich nicht zu den konkreten Vorwürfen an die italienische Tochter äußern wollen, hieß es weiter. Er habe lediglich darauf verwiesen, dass Glaxo sich mittels eines code of conduct dazu verpflichtet habe, keine derartigen Vorteile zu gewähren. Das italienische Justizministerium entscheidet laut der Meldung nun darüber, ob Anklage gegen GSK erhoben wird.

Die Aktien des weltweit tätigen Pharmakonzerns sind in zahlreichen Nachhaltigkeitsfonds enthalten.

GlaxoSmithKline Plc.: ISIN: GB000925288 / WKN 940561

Bildnachweis: Hauptquartier der GlaxoSmithKline Plc in Bretford, UK / Quelle: Unternehmen
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