Nachhaltige Aktien, Meldungen

16.3.2007: Bananenproduzent Chiquita zahlt 25 Millionen Dollar Strafgeld wegen abgeführter Schutzgelder

Der weltgrößte Bananenproduzent Chiqita Brands International hat sich mit dem US-Justizministerium auf die Zahlung eines Strafgelds von 25 Millionen Dollar geeinigt. Das geht aus einem Bericht der Schweizer Nachrichten hervor. Demnach hatte das US-Justizministerium dem dem Unternehmen die Verletzung von Anti-Terrorgesetzen vorgeworfen, weil es Schutzgelder an paramilitärische links- und rechtsgerichtete Gruppen in Kolumbien gezahlt habe. So seien unter anderem zwischen 1997 und 2004 mehr als 1,7 Millionen Dollar an die berüchtigten "Einheiten zur Selbstverteidigung Kolumbiens" (AUC) geflossen.

Die Zahlungen seien von der kolumbianischen Tochterfirma mit Wissen der Firmenzentrale in Cincinnati geleistet worden, um Mitarbeiter zu schützen. Die US-Regierung hatte die paramilitärische Organisation AUC im Jahr 2001 als Terrorgruppe eingestuft.

Chiquita Brands reagierte vor mehr als zehn Jahren auf heftige Kritik von Journalisten und Verbrauchern an den ausbeuterischen Arbeitsbedingungen mit der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Seither profitiert das Unternehmen nicht nur von einem Imagegewinn, sondern wurde auch in den Nachhaltigkeitsindex Domini 400 Social Index aufgenommen. In der jüngsten Vergangenheit waren allerdings Zweifel an der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie laut geworden (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 22. August).

Bildhinweis: Chiquita-Bananen/ Quelle: Unternehmen
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