16.07.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

16.7.2007: Wochenrückblick: Solarzulieferer Meyer Burger Technology AG wächst schneller als prognostiziert– erfolgreicher Börsenstart für EnviTec Biogas AG – Tomra Systems ASA verliert weiter bei Umsatz und Gewinn

In der vergangenen Börsenwoche gewann der DAX 0,55 Prozent auf 8053,43 Punkte. Der Dow-Jones-Index legte um 2,18 Prozent auf 13.861,73 Punkte zu. Der japanische Nikkei-Index verlor 1,30 Prozent auf 17.984,14 Punkte. Erdöl wurde mit 76,86 US-Dollar pro Barrel 4,14 Prozent teurer gehandelt als in der Vorwoche (73,80 Dollar; Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer (Copper Grade A) kostete mit 7.940,25 USD pro Tonne 0,5 Prozent mehr als in der Vorwoche (7.901,50 Dollar). Ein Euro kostete 1,3788 US-Dollar, 1,62 Cent mehr als zum Ende der Vorwoche.

Der Windprojektierer mit Sitz in Cuxhaven, Plambeck Neue Energien AG, bereitet aktuell sieben große Offshore-Windpark-Projekte mit einer geplanten Nennleistung von rund 2.700 Megawatt (MW) und einem Projektumsatz von insgesamt sechs bis acht Milliarden Euro in Nord- und Ostsee vor. Die Vorhaben "Borkum Riffgrund I" und "Gode Wind I" in der Nordsee seien bereits genehmigt, teilte Plambeck mit. Nach gegenwärtigem Planungsstand könnten in den Offshore-Windparks bis zu 680 Windenergieanlagen errichtet werden.

Die Betreiberin und Projektiererin von Windparks, wind 7 AG, hat ihren Jahresüberschuss in 2006 mehr als verdoppelt. Das Unternehmen mit Sitz in Eckernförde meldete einen Überschuss in Höhe von knapp 386.000 Euro, nach 154.000 Euro in 2005. Erstmals sei auch eine Konzernbilanz aufgestellt worden. Das Konzernergebnis 2006 weise einen etwas geringeren Jahresüberschuss von 224.000 Euro aus. Die Betriebsleistung von wind 7 hat sich den Angaben zufolge von 5,6 Millionen Euro in 2005 auf 8,5 Millionen Euro in 2006 erhöht.

Der Berliner Solarmodulbauer Solon AG für Solartechnik hat einen neuen Produktionsstandort in Tucson, Arizona, eröffnet. Laut dem TecDAX-Unternehmen will die US-Tochter Solon America Corporation in Tuscon Anfang 2008 mit der Massenproduktion von Solarmodulen für den nordamerikanischen Markt beginnen. Im ersten Ausbauschritt würden an dem Standort Produktionskapazitäten von 40 Megawatt geschaffen.
Auf dem Gelände des Technologie-Zentrums Adlershof in Berlin hat Solon den Grundstein für einen neuen Firmenstandort und eine neue Produktion gelegt. Rund 40 Millionen Euro will das Unternehmen dort eigenen Angaben zufolge investieren. Mit 50 Megawatt (MW) pro Jahr werde die Produktionskapazität an dem neuen Standort fast doppelt so hoch wie im alten Werk liegen, so Solon.

Die Bonner SolarWorld AG will die Bereiche Siliziumversorgung und Technologieentwicklung an 100-prozentige Tochtergesellschaften mit Sitz in Freiberg/Sachsen ausgliedern. Die Tochter Sunicon AG solle die Rohstoffsicherung des Konzerns bearbeiten, berichtete SolarWorld. Die internationale Forschung und Entwicklung des Konzerns wird den Angaben zufolge künftig zentral in der SolarWorld Innovations GmbH (science2technology) gebündelt sein.

Die US-amerikanische Solarmodulproduzentin First Solar Inc. hat Liefervereinbarungen im Umfang von rund 1,3 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Das Unternehmen aus Phoenix, Arizona berichtete entsprechende Verträge mit fünf Projektierern, vier europäischen und der US-amerikanischen SunEdison, LLC. Insgesamt umfassen die Bestellungen laut First Solar eine Kapazität von 685 Megawatt. Nach eigenen Angaben will das Unternehmen bis 2009 eine neue Produktionsstätte in Malaysia errichten, dafür sollen 150 Millionen Dollar investiert werden.

Der Schweizer Spezialmaschinenbauer Meyer Burger Technology AG wächst schneller als prognostiziert. Das Unternehmen aus Baar teilte mit, dass die Ziele für Umsatz- und Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) für 2007 deutlich nach oben angepasst werden. Aus heutiger Sicht werde erwartet, dass sich für das Gesamtjahr 2007 der Nettoumsatz um mehr als 100 Millionen CHF erhöht. Die ursprünglich mittelfristig erwartete EBIT-Marge von 12 – 14 Prozent will das Unternehmen bereits im laufenden Jahr erreichen.

Das 100-prozentige Tochterunternehmen des börsennotierten Energieversorgers MVV Energie AG, MVV Energiedienstleistungen GmbH, will deutschlandweit in Biogas-Anlagen investieren. Wie die Gesellschaft meldete, will sie sich vorwiegend auf Anlagen mit elektrischen Leistungen zwischen 500 und 1000 Kilowatt konzentrieren. „Wir sehen in Biogasanlagen eine zukunftsträchtige Technologie zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie mit vielfältigen Vorteilen“, so Dr. Frank Lichtmann, Leiter des Geschäftes Biogas.

Am 20. Juli nach Börsenschluss erhält jeder Aktionär der börsennotierten Capella Capital N.V. eine Sachdividende in Form von Aktien der Archea Biogas N.V.. Laut einer Meldung der Capella Capital N.V. aus Eindhoven beträgt das Ausschüttungsverhältnis 4:1. Es werde angestrebt die Aktien der Archea Biogas N.V. zeitnah im Open Market an der Börse einzuführen.

Der österreichische Hersteller von Anlagen zur Produktion von Biodiesel, BDI – BioDiesel International AG, investiert im Bereich BtL (Biomass to liquid). Wie das Unternehmen aus Graz berichtete, hat es 70 Prozent der Anteile des Salzburger Unternehmens Lignosol Technologie GmbH & Co. KG erworben. Lignosol habe ein eigenes Verfahren zur Herstellung von BtL-Biotreibstoffen (Biomass to liquid) entwickelt. Der Kaufpreis liege im unteren einstelligen Millionen Euro-Bereich.

Auf dem eigenen Firmengelände plant Schmack gemeinsam mit E.ON Ruhrgas und E.ON Bayern die eigenen Angaben zufolge „europaweit größte Biogasanlage, die Biogas in das Erdgasnetz einspeist und mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben wird“. Die Gesamtleistung betrage 10 Megawatt Gas (MWGas), das entspreche einer elektrischen Leistung von 4 MW. Ende Dezember 2007 soll die Anlage erstmals Biogas produzieren.

Die Aktien des Biogasunternehmens EnviTec Biogas AG wurden für 47 Euro ausgegeben. Die Emission war mehrfach überzeichnet. EnviTec starteten erfolgreich in den Börsenhandel. Zum Wochenschluss notierte die Aktie in Frankfurt bei 53,95 Euro. Wie es weiter hieß, wurden sämtliche der angebotenen 5,16 Millionen Aktien platziert. Aus der Kapitalerhöhung fließe der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 141 Millionen Euro zu.

Die Verdoppelung des Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) im ersten Quartal auf 5,5 Millionen Euro meldete der Mannheimer Ethanolhersteller CropEnergies AG. Die Umsatzerlöse wuchsen in den ersten drei Monaten um 10,8 Prozent auf 34,1 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2007/08 rechnet CropEnergies mit einem weiteren Wachstum von Umsatz und operativem Ergebnis.

Der Chiphersteller Advanced Micro Devices Inc. (AMD) ist mit 7,5 Millionen US-Dollar bei dem Konkurrenten Transmeta eingestiegen. Transmeta und AMD sind bislang unterlegene Wettbewerber von Intel, dem gegenwärtig dominierenden Chiphersteller.

Einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu zwei haben die Aktionäre des Karton- und Faltschachtelkonzerns Mayr-Melnhof Karton AG beschlossen. Wie das Unternehmen mit Sitz in Wien meldete, wird die Anzahl der auf Inhaber lautenden 12 Millionen Stückaktien damit auf 24 Millionen verdoppelt. Gleichzeitig wird den Angaben zufolge das Grundkapital der Gesellschaft aus Kapitalrücklage von 87,24 Millionen Euro auf 96,00 Millionen Euro erhöht.

Acht neue Aufträge im Gesamtwert von rund sieben Millionen Dollar hat die Luftreinigungsspezialistin Ceco Environmental Corp. erhalten. Die Bestellungen würden noch in diesem Jahr abgewickelt. Mit einem Auftragsvolumen von bislang 109 Millionen Dollar hat Ceco laut Chairman und CEO Phillip DeZwirek schon jetzt die Menge erreicht, die 2006 erst nach neun Monaten verbucht wurde.

Auch im zweiten Quartal sind bei der Anbieterin von Pfandrücknahmesystemen, Tomra Systems ASA, Umsatz und Gewinn geschrumpft. Wie das norwegische Unternehmen mitteilte, sank der Gesamtumsatz von 1,02 Milliarden Norwegischen Kronen (NOK), im Vorjahreszeitraum auf 887 Millionen NOK. Der operative Gewinn verringerte sich von 203 Millionen NOK auf 111 Millionen NOK. Der Nettogewinn brach von 136,3 Millionen NOK auf 70,8 Millionen NOK. Tomra begründete die schwachen Zahlen mit rückläufigen Absätzen bei Pfandrücknahmesystemen in Deutschland.

Das US-amerikanische Energieunternehmen Calpine hat sich mit einer Gruppe von Schuldnern darüber verständigt, dass diese ihre Ansprüche an Calpine um 65 Prozent verringern. Im Gegenzug sollen sie 100 Millionen Dollar erhalten, davon 60 Millionen Dollar in bar.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.


Bilder: Windpark Holtriem der Plambeck Neue Energien AG; Sägeanlage der Meyer Burger Technology AG; Sitz der Schmack Biogas AG; Pfandrücknahmeautomat T-710 von Tomra Systems / Quelle jeweils: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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