16.09.05 Erneuerbare Energie

16.9.2005: Schweden und Spanien: Vorfahrt für Erneuerbare Energien

Schweden und Spanien setzen auf Erneuerbare Energien. So k?ndigte der schwedische Ministerpr?sident G?ran Persson in dieser Woche an, sein Land mit Erneuerbaren Energien innerhalb von 15 Jahren unabh?ngig von ?l, Gas und Kohle zu machen. In Spanien beschloss das Kabinett Ende August, den Anteil Erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch innerhalb der n?chsten f?nf Jahre zu verdoppeln.

Um ihre Ziele zu erreichen, m?chte man in beiden L?ndern vor allem den Ausbau von Wind- und Bioenergie vorantreiben. Bis 2010 will die Regierung in Madrid so den Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung von derzeit 19,8 Prozent auf 30,3 Prozent steigern. "Damit w?rde sie ihr EU-Ziel sogar um fast einen Prozentpunkt ?bertreffen", kommentiert Dr. Simone Peter, Leiterin der Informationskampagne für Erneuerbare Energien in Berlin. Der Beitrag von Biosprit am gesamten Kraftstoffverbrauch in Spanien wird sich dem Plan nach in den n?chsten f?nf Jahren gegen?ber heute sogar versechsfachen: 5,8 Prozent der Kraftstoffe sollen im Jahr 2010 aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden. Das gesamte Programm zur F?rderung der Erneuerbaren Energien kostet dem von der spanischen Regierung vorgestellten "Energieplan 2005-2010" zufolge 23,6 Milliarden Euro. Den gr??ten Anteil davon soll die Industrie finanzieren.

Noch ehrgeiziger sind die Pl?ne der Regierung in Stockholm: Bis 2020 soll Schweden komplett aus der Stromerzeugung mit fossilen Rohstoffen aussteigen. Dazu sollen der Regierungserkl?rung von Ministerpr?sident Persson zufolge in den kommenden Jahren Erneuerbare-Energien-Kraftwerke gebaut werden, die zehn Prozent mehr Strom herstellen, als s?mtliche mit ?l, Gas und Kohle betriebenen Kraftwerke des Landes derzeit produzieren (2003: 13,5 TWh). "Schweden k?nnte daher nicht nur selber auf zukunftsf?hige Energien umsteigen, sondern auch den Export von Strom aus Erneuerbaren Energien forcieren", fasst Peter zusammen. Auch im W?rmebereich setzt die Regierung in Stockholm zur Offensive an: Mit Steuererleichterungen will sie in mehr als 250.000 der 3,8 Millionen schwedischen Haushalten den Umstieg von Heiz?l auf Erneuerbare Energien f?rdern. Mit einer ?hnlichen Initiative solle ebenfalls der Umstieg von Elektroheizungen auf umweltfreundlichere Formen des Heizens unterst?tzt werden, hei?t es in der Regierungserkl?rung. Stockholm k?ndigte zudem Programme an, um die Forschung im Bereich Erneuerbare Energien zu f?rdern sowie den Export von entsprechenden Anlagen zu verst?rken.

"Die Pl?ne in Schweden und Spanien zeigen, dass sich Deutschland mit seiner Politik zur F?rderung Erneuerbarer Energien in guter Gesellschaft befindet. Sie mahnen aber auch dazu, keinen Fadenriss bei der Einf?hrung dieser Technologien hier zu Lande zu riskieren", sagt Peter. "Andernfalls k?nnten wir unsere heutige Technologief?hrerschaft bei den Erneuerbaren Energien schnell verlieren."
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