17.10.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

17.10.2003: WWF-Studie: Nur wenige EU-Länder fördern Öko-Strom

Die Mehrzahl der 15 EU-Staaten werde das Ziel, bis zum Jahr 2010 mindestens 22 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu produzieren, nicht erreichen. Öko-Strom könne bis dahin bestenfalls einen Anteil von 17 Prozent erzielen. Das berichtet die Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund.
Der WWF hat zwei Jahre nach der Verabschiedung der Richtlinie zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien den Status Quo in den EU-Staaten untersucht. Ergebnis: Italien, Großbritannien, Griechenland und Frankreich haben bislang wenig getan, um die wichtigsten Hindernisse für einen ökologischen Strom-Markt zu beiseitigen. Deutschland und Spanien dagegen seien Vorreiter und "ihren Zielen schon sehr nah". Zur Begründung für diese Einschätzung heißt es, dass es in diesen beiden Ländern schon feste Einspeisevergütungen gebe.

Weitere wichtige Maßnahmen seien notwendig: ein leichterer Zugang zu den Stromnetzen und der Abbau von bürokratischen Hindernissen für Kleinerzeuger von Öko-Strom sowie international harmonisierte Richtlinien. Zudem schlägt der WWF der EU vor, festzuschreiben, dass bei allen Arten von Energieformen - neben Strom und Wärme auch Kraftstoffe für den Transport - bis 2020 mindestens 25 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammen müssen. Das sei für die Energiewirtschaft das richtige Signal, um von der Kohle auf saubere Energien umzusteigen, so der WWF.
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