17.11.06

17.11.2006: Kanadisch-australischer Windkraftkrimi: Pacific Hydro klagt gegen Western Wind Energy - und umgekehrt

Das kanadische Windkraftunternehmen Western Wind Energy hat eine Flut von Gegenklagen gegen ihre australische Mehrheitseignerin Pacific Hydro angekündigt.
Nach einer Pressemeldung des Unternehmens aus Coquitlam in der Provinz British Columbia geht es um Schadensersatzansprüche in der Größenordnung von einer Milliarde Dollar. Pacific Hydro besitze mittlerweile 25,2 Prozent der Western-Energy-Anteile und 19,99 Prozent der Stimmrechte. In der Hauptversammlung vom 25. September habe sich gezeigt, dass Pacific Hydro damit jede Entscheidung der anderen Anteilseigner behindern könne. Damit kämen für sie rechtliche Bestimmungen zu Kontrollmehrheiten zum Tragen, denen sie nicht nachgekommen sei.

Mit den Gegenklagen reagiert Western Wind Energy nach eigenen Angaben auf eine Klage der Pacific Hydro. Damit versuche das australische Unternehmen, sich Vermögensanteile der Western Wind Energy unrechtmäßig anzueignen.

Gleichzeitig gibt Western Wind Energy den Abschluss eines 30-jährigen Pachtvertrags über ein acht Hektar großes Landstück im Südwesten der USA bekannt. Dort sollen Windkraftanlagen entstehen.

Des Weiteren habe das Unternehmen im familiären Umfeld eines Vorstandsmitglieds eine Wandelanleihe in Höhe von 0,6 Millionen Euro begeben. Die Einnahmen sollen zur Finanzierung eines Windkraftprojekts verwendet werden.

Western Wind Energy: WKN 157027 / ISIN CA95988Q1081
Pacific Hydro: ISIN AU000000PHY6 / WKN 915444

Bildhinweis: So friedlich geht es inden Management-Etagen der Pacific Hydro und der Western Wind Energy derzeit offenbar nicht zu. / Quelle: Pacific Hydro
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