17.01.03

17.1.2003: 400 Millionen Euro Verlust für Gerling in 2002 - Deutlicher Personalabbau geplant

Heinrich Focke, Vorstandsvorsitzender des Versicherungskonzerns Gerling, will den Sparkurs verschärfen und deutlich Personal abbauen. Das meldet dpa unter Berufung auf einen Brief Fockes an die Mitarbeiter des Konzerns. Demnach weist die Unternehmenssparte Sachversicherung für Firmen- und Privatkunden eine viel zu hohe Kostenquote auf. Zentrale Dienstfelder stünden auf dem Prüfstand, um Arbeitsabläufe und Inhalte neu zu ordnen. Gereon-Asset-Management, die Finanzplanungsgesellschaft für Privatleute, soll geschlossen werden.

Insgesamt hat die Gerling-Gruppe laut Focke im Jahr 2002 einen Verlust in Höhe von etwa 400 Millionen Euro verbucht, wovon über 300 Millionen auf die Gerling Global Rück entfielen. Daher stimme ihn die Abwicklung der Rückversicherung zuversichtlich. Die Ablösung von Verträgen habe bereits deutliche Gewinne erwirtschaftet. Eine positive Entwicklung sei beim Geschäft der betrieblichen Alterversorgung zu verzeichnen. Die gesamte Lebensversicherungssparte habe im abgelaufenen Jahr das Neugeschäft um rund 20 Prozent gesteigert. Das Prämienvolumen beziffert Focke mit 1,9 Milliarden Euro.

Gerling gilt als nachhaltig agierendes Unternehmen und führt auch nachhaltige Kapitalanlageprodukte wie Gerling Select 21(WKN 984734). Firmeninhaber Rolf Gerling (65,5 Prozent) ist einer der wesentlichen Akteure der deutschen Wirtschaft in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit.
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