17.01.03

17.1.2003: ABB Ltd: Bis zu 1,21 Milliarden Dollar für Asbest-Opfer

Der schwedisch-schweizerische Technologiekonzern ABB Ltd (WKN 919730), Zürich, und seine US-Tochter Combustion Engineering (CE) melden die Beilegung der gegen das Unternehmen in den USA anhängigen Asbestklagen. Im Rahmen eines sogenannten "pre-packed" Konkursplanes sollten die Kläger die Aktiva der CE erhalten, deren Wert per Ende September 812 Mio. Dollar betragen habe, so ABB. Zusätzlich dazu zahle ABB bis zu 350 Mio. Dollar in bar sowie 50 Mio. in Aktien.

Insgesamt seien Zahlungen im Umfang von bis zu 1,21 Mrd. Dollar vorgesehen, hieß es. Die Vereinbarung übertrifft die durch das Unternehmen aufgebauten Rückstellungen um rund 112 Mio. Dollar; Beobachter hatten allerdings zum Teil mit wesentlich höheren Zahlungen von bis zu mehreren Milliarden gerechnet.

Für die Barzahlung wurden Ratenzahlungen von 2004 bis 2009 vereinbart. Unabhängig von zukünftigen Ergebnissen verpflichtet sich ABB, 250 Mio. Dollar zu zahlen. Weitere 100 Mio. Dollar sollen den Angaben zufolge unter der Voraussetzung bestimmter wirtschaftlicher Leistungskriterien fließen. Dem Plan müssten nun 75 Prozent der ungefähr 111.000 Kläger zustimmen, hieß es. Ein Konkursgericht werde schließlich abschließend entscheiden.
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