17.12.04

17.12.2004: Meldung: Drägerwerk AG: Dräger Medical bleibt in Lübeck

Dräger Medical - Entscheidung für Lübeck / Umsetzung der Einigung mit Arbeitnehmern sowie der Zusagen von Stadt und Land sind wichtige Voraussetzungen

Lübeck, 16. Dezember 2004 - Wie die Drägerwerk AG, Lübeck, im Anschluss an die heutige Aufsichtsratssitzung der Drägerwerk AG mitteilte, wird der Teilkonzern Dräger Medical mit Firmenzentrale und Fertigung am Standort Lübeck bleiben. Mit den Arbeitnehmern konnte, wie bereits berichtet, am 14.12. eine Einigung über notwendige Maßnahmen zur Arbeitszeitflexibilisierung und Erhöhung der Produktivität erzielt werden. Insbesondere ging es dabei um folgende Punkte:

Einsparungen:
* Wegfall der ERA-Kostenkomponente zur Harmonisierung von Löhnen und Gehältern
* Anpassung von Weihnachts- und Urlaubsgeld in wirtschaftlichen Krisensituationen

Flexibilisierung:
* Veränderung der Betriebsöffnungszeiten (montags bis samstags, von 6 bis 22 Uhr)
* Möglichkeit zur Anstellung qualifizierter Mitarbeiter zu markt- und zeitgemäßen Rahmenbedingungen, d.h. mit 40-Stunden-Verträgen bei entsprechender Bezahlung und mit Ergebnisorientierung statt Zeiterfassung
* Bis zu 25 Prozent Leiharbeitnehmer und Mitarbeiter mit befristeten Verträgen

Unternehmenskultur:
* Neues Mitarbeitergespräch zur Leistungsbeurteilung und Qualifizierungsvereinbarung mit anschließender Dokumentation

Dräger Medical baut sein gesellschaftliches Engagement weiter aus mit der Zusage, die Ausbildungsquote um ca. 50 Prozent zu erhöhen, und zwar von ca. 3 Prozent auf 4,5 Prozent. Außerdem wurde eine langfristige Standortgarantie vereinbart. Positiv ausgewirkt auf die Entscheidung zugunsten Lübecks haben sich auch die Zusagen der Hansestadt Lübeck zur Verbesserung der Infrastruktur und die Bereitschaft der Landesregierung, die Investition der Dräger Medical in Höhe von mehr als 50 Mio Euro mit entsprechenden Mitteln zu fördern.

Dr. Wolfgang Reim, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dräger Medical: "Wir haben unsere drei wichtigsten Ziele erreicht: die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Dräger Medical, den Erhalt der Arbeitsplätze in Deutschland und insbesondere in Lübeck sowie die Wahrnehmung unserer sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und deren Angehörigen. Nun steht einer neuen wissensorientierten Firmenzentrale und einer "atmenden Fertigung" in Lübeck spätestens ab 2008 nichts mehr im Wege. Voraussetzungen dafür sind natürlich die zügige und konsequente Umsetzung der Vereinbarungen mit Arbeitnehmern sowie mit der Stadt Lübeck und dem Land Schleswig-Holstein. Damit wird Dräger Medical auch ein Anziehungspunkt für die Ansiedlung weiterer Technologiefirmen in der Region Lübeck sein."

Für Theo Dräger, Vorstandsvorsitzender Drägerwerk AG, ist die Entscheidung des Aufsichtsrates der Drägerwerk AG zugunsten des Standorts Lübeck eine gute Nachricht für alle Beteiligten: für die Mitarbeiter und ihre Familien, die Hansestadt Lübeck sowie das Land Schleswig-Holstein und die Drägerwerk AG.

Kontakt
Corporate Communications: Dr. Welf Böttcher, Drägerwerk AG, Tel.
0451-882-2201, welf.boettcher@draeger.com
Investor Relations: Vanina Herbst, Drägerwerk AG, Tel. 0451-882-2685,
vanina.herbst@draeger.com
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