17.03.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

17.3.2006: Solarparc AG: Umsatz- und Gewinnsteigerung in 2005 - Nachgefragt: Frank Asbeck erklärt, die Differenz zwischen vorläufigen und endgültigen Zahlen

Die Bonner Solarparc AG hat Umsatz und Ertrag im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2005 deutlich gesteigert. Laut den am Morgen vorgelegten endgültigen Geschäftszahlen des Photovoltaik-Unternehmens legte der Konzerngewinn vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr um mehr als die Hälfte auf 1,7 Millionen Euro zu (Vorjahr: 1,1 Millionen). Der Nettogewinn kletterte um etwa ein Viertel auf 1,0 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 Millionen). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich auf 3,5 Millionen Euro (Vorjahr: 2,8 Millionen). Bei einem Umsatz von 10,4 Millionen Euro (Vorjahr: 8,2 Millionen) blieb die EBIT-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Wesentlichen konstant, ebenso mit 6,1 Millionen Euro das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) (Vorjahr: 6,1 Millionen). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 40 Prozent (Vorjahr: 37,3).

Der Meldung des Unternehmens zufolge wurden die bisher mitgeteilten Zahlen um einen Ertrag aus der Veräußerung eigener Anteile in Höhe von 0,8 Mio. Euro bereinigt. Die Solarparc AG hatte Ende Februar einen Nettogewinn in Höhe von 1,8 Millionen Euro, einen Konzerngewinn vor Steuern von 2,5 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 4,2 Millionen Euro gemeldet. Der einzelbilanzielle handelsrechtliche Gewinn werde durch die Bereinigung ebenso wenig tangiert wie der wirtschaftliche Erfolg des Geschäftsjahrs oder die Erhöhung des Eigenkapitals, hieß es.

"Das hängt mit den speziellen Vorgaben der IFRS-Rechnungslegung zusammen", erklärt Frank Asbeck, Vorstandschef der Solarparc AG auf Nachfrage von ECOreporter.de: "Wir haben einen Erlös aus der Platzierung eigener Aktien bei einem institutionellen Investor erzielt. Dieser Gewinn muss laut IFRS in die Kapitalrücklage gebucht werden. Nach dem alten HGB wäre das nicht zwingend erforderlich, deshalb ist es eine Interpretationsfrage, wie das geregelt wird. Vorstand und Aufsichtsrat hatten gemeinsam darüber zu entscheiden - und diese Entscheidung lag Ende Februar, als wir unsere vorläufigen Zahlen veröffentlicht haben, noch nicht vor. Wir haben das jetzt konservativ gewertet. Faktisch macht es für das Unternehmen keinen Unterschied: in jedem Fall erhöht sich das Eigenkapital, letztendlich kommt es also auf das Gleiche heraus."

Die Solarparc AG teilte weiter mit, ein neues großes Solarstromprojekt in Angriff genommen zu haben. Im Süden Deutschlands, ohne nähere Ortsangabe, solle mit den nachgeführten Solarstrommodulen der SolarWorld AG ein Solarstrompark errichtet werden. Daneben bereite man weitere Projekte für einen neuen Anlegerkreis vor, hieß es.

Solarparc AG: ISIN DE0006352537 / WKN 635253

Bildhinweis: Frank Asbeck / Quelle: Unternehmen
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