18.10.04 Erneuerbare Energie

18.10.2004: Fairer Wettbewerb gefordert - Rückstellungen der Atomkonzerne sollen Finanzierung der regenerative Energien dienen

Den Abbau der Kohlesubventionen und die Überführung der Rückstellungen der Atomkonzerne in einen staatlichen Fonds fordert Roland Hipp, Vorstandsmitglied der Greenpeace energy eG. Das erklärte er auf dem Kongress "Strom gegen den Strom - Perspektiven einer sauberen Energiewirtschaft", der im Rahmen des fünfjährigen Jubiläums von Greenpeace energy eG stattfand. Laut Hipp dürfen die rund 30 Milliarden Euro von den Betreibern für Atommüllentsorgung und Rückbau der Kraftwerke steuerfrei rückgestellt werden. "Mit diesem Geld, das der Verbraucher bereits bezahlt hat, finanzieren die Konzerne ihre Einkaufstouren im europäischen Strommarkt", erläuterte Hipp. Greenpeace energy schlägt in einer Pressemeldung vor, die Zinsen aus einem solchen Fonds zur Finanzierung der regenerativen Energien zu nutzen. Als weitere Voraussetzung für faire Wettbewerbsbedingungen für regenerative Energien auf dem Strommarkt fordert die Gesellschaft die umgehende Einsetzung einer wirksamen Regulierungsbehörde.

Der Stromversorger hatte Experten aus Forschung, Wirtschaft und Verbänden zu dem Kongress eingeladen. Zu ihnen gehörte den Angaben zufolge Prof. Dr. Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Sie seien sich darin einig gewesen, dass "langfristig regenerative Energiequellen nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch den fossilen Energieträgern überlegen" sind. Für den Umbau der Energiewirtschaft seien jedoch erhebliche Anstrengungen im Bereich der Energieeffizienz möglich sein. In diesem Zusammenhang wird auf den Beitrag von Johannes van Bergen hingewiesen. Laut dem Präsidenten des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung (BKWK)ist deren enormes Potenzial noch ungenutzt, kann die Kraft-Wärme-Kopplung einen wesentlichen Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit leisten. Politik und die großen Energiekonzerne seien bei der Förderung dieser modernen Technologie aber noch untätig.

Bildhinweis: Nordex-Windpark / Quelle: Unternehmen
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