18.10.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

18.10.207: Aktien-News: aleo solar AG deckt sich mit Solarzellen aus China ein – ECOreporter.de sprach mit Pressesprecher über die Auswahl der Lieferanten für das Unternehmen

Laut einer heute versendeten Mitteilung hat sich Oldenburger Solarmodulhersteller aleo solar AG die Lieferung von Solarzellen mit 30 Megawatt (MW) Leistung gesichert. Bis Ende 2008 erhält das Unternehmen demnach Solarzellen von der China Sunergy Co. Ltd.. Der Preis für die ersten 10 Megawatt sei bereits vereinbart, so aleo solar, sie sollten im ersten Halbjahr 2008 geliefert werden. Konkrete Angaben zu finanziellen Details machte das Unternehmen nicht. Wie es weiter heißt, wurde vereinbart, dass der Preis für die zweite Lieferung über 20 Megawatt in der zweiten Jahreshälfte wird bis März 2008 festgelegt wird. Der Vertrag sehe eine Option auf weitere 10 Megawatt vor. Die Verhandlung dieser Option werde bis Ende Juni 2008 zum Abschluss gebracht.

Gegenüber ECOreporter.de strich Unternehmenssprecher Franz Nieper die Qualität der Solarzellen des chinesischen Unternehmens heraus. Die Zellen sollen bei aleo solar zu Hochleistungs- Solarmodulen veredelt werden. Bereits 2007 habe man „nennenswerte Mengen“ Solarzellen von China Sunergy bezogen, die den hohen Qualitätsansprüchen von aleo solar entsprochen hätten, so Nieper. Wie er auf Nachfrage erläuterte, hat das Unternehmen auch andere Anbieter aus China getestet. Nicht spreche dagegen, Solarzellen aus de Region zu beziehen, Qualität und Preis würden stimmen. Ohnedies sei der Einkauf von Solarzellen schon seit Jahren ein internationales Geschäft.

ECOreporter.de fragte auch nach, wie aleo solar es beurteile, dass China Sunergy Engpässe bei der Ausstattung mit Silizium für die Herstellung von Solarzellen gemeldet hatte (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 27. August). Inzwischen ist China Sunergy mit dem Vorwurf verklagt worden, beim IPO (Initial Public Offering) im Mai die Anleger bewusst falsch über die Rohstoffsituation für den Solarzellenhersteller informiert zu haben (wir berichteten: ECOreporter.de-Beitrag vom 8. Oktober). Laut Nieper hat all dies keine Auswirkungen auf den Liefervertrag seines Unternehmen mit den Chinesen.

Wie der Pressesprecher gegenüber ECOreporter.de weiter erläuterte, ist sein Unternehmen bei den Lieferanten breit aufgestellt. Zum einen gebe es langfristige Verträge mit drei Hauptlieferanten: der deutschen Q-Cells, der belgischen Photovoltech und Motech aus Taiwan. Daneben beziehe aleo solar Solarzellen von weiteren Lieferanten, insbesondere aus dem asiatisch –pazifischen Raum. Deren Anzahl gab Nieper mit „zwei, drei Hände voll“ an.

Die Aktie der China Sunergy legte bis zum Mittag in Frankfurt über sechs Prozent zu auf 9,70 Euro. Nachdem sie im August unter vier Euro abgestürzt war hat sie damit fast wieder das Niveau ihres Börsenstarts im Frühjahr erreicht. Der Anteilsschein der aleo solar pendelt seit Monaten um die 15 Euro. Mit aktuell 15,05 Euro notiert das Papier auf Jahressicht knapp 69 Prozent im Plus.

aleo solar AG: ISIN DE000A0JM634 / WKN A0JM63
China Sunergy Co.,Ltd. ISIN US16942X1046 / WKN A0MLB4


Bild: Produktionsstandort Prenzlau der aleo solar AG. / Quelle: Unternehmen
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