18.01.05 Erneuerbare Energie

18.1.2005: Auftraggeber des dena-Netzgutachtens uneins - Z?hes Ringen um die Deutungshoheit geht weiter

Die Debatte um den Abschlussbericht des Netzgutachtens der Deutschen Energie-Agentur (dena) wird weitergehen. Das ist einer Pressemitteilung des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE) zu entnehmen. Demnach konnten sich im dem gestrigen Gutachtergremium die Auftraggeber der Studie noch nicht auf eine endg?ltige Abnahme einigen. Zu den Auftraggebern geh?ren unter anderem die Energiekonzerne RWE und E.ON, der Verband der Deutschen Elektrizit?tswirtschaft (VDEW) , das Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesverband Windenergie. ?ber eine gemeinsame Zusammenfassung der Ergebnisse habe man sich zwar durchaus verst?ndigt, nicht aber ?ber eine redaktionelle ?berarbeitung der Studie. Auf eine redaktionellen ?berarbeitung m?sse die Windbranche bestehen, damit die Studienergebnisse "nicht wie schon in den vergangenen Wochen fehlinterpretiert werden", erkl?rte Ralf Bischof, Sprecher des Bundesverbands WindEnergie (lesen Sie dazu den ECOreporter.de-Beitrag vom 17. Januar).

Laut dem BWE ist die noch unklar, wie weiter mit dem Entwurf für die Studie umgegangen wird. Der dena m?sse es gelingen, "die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten bei den wesentlichen Aussagen der Studie in eine gemeinsame Verabschiedung der Studie umzum?nzen". Agenturberichten zufolge hat dena-Chef Stefan Kohler betont, die Zusammenfassung des umfangreichen Arbeitspapiers sei bis auf Details durchaus konsensf?hig. Die Unstimmigkeiten sollten nun in einer weiteren Runde bis Ende des Monats ausger?umt werden. "Die bisherigen Studienergebnisse haben den Beleg geliefert, dass auch die für das Jahr 2015 prognostizierte Windenergie-Kapazit?t in das Stromnetz integriert werden kann, ohne die Sicherheit zu gef?hrden. Technische L?sungen stehen diesbez?glich zur Verf?gung", stellte Thorsten Herdan klar, Gesch?ftsf?hrer VDMA Power Systems. Die Studie beinhalte viele positive Ans?tze, um gemeinsame L?sungen für die Integration der Windenergie zu erarbeiten. Der VDMA ist der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. "Der Ausbau der Windkraft st??t ?konomisch und technisch offenkundig an Grenzen", sagte dagegen Alfred Richmann, Gesch?ftsf?hrer der Verbands der industriellen Energieabnehmer (VIK), dem Handelsblatt. Das Bundesumweltministerium meldete, die Netzstudie zeige, dass der erwartete Ausbau der Windenergie "mit einem moderaten Ausbau der Netze kosteng?nstig in das deutsche Stromnetz integrierbar" sei. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement erkl?rte wiederum in Berlin, der geplante Ausbau der erneuerbaren Energien in den kommenden zehn Jahren werde "sehr teuer". Allein die Kosten für die Einspeisung von ?kostrom w?rden von heute 1,4 Milliarden Euro j?hrlich bis 2015 auf 5,4 Milliarden Euro steigen.

Bildhinweis: Die Netzstudie ist nach langer Strecke noch immer nicht am Ziel / Quelle: Nordex
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