18.12.02

18.12.2002: Verstärkung für Bechstein - Koreanischer Samick- Konzern übernimmt 60 Prozent

Der Samick- Konzern, Seoul, übernimmt 60 Prozent der Anteile des Berliner Klavierbauers C. Bechstein Pianofortefabrik AG (WKN 519800); das traditionsreiche Unternehmen werde künftig mehrheitlich von Samick kontrolliert, berichtet Gunda Wöbken-Ekert in der aktuellen Ausgabe der Berliner Zeitung. Nach Angaben von Karl-Heinz Geishecker, Finanzvorstand der Bechstein AG, handele es sich um einen Aktientausch in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro. Der bisherige Hauptgesellschafter bei Bechstein, die Familie Schulze habe im Gegenzug 15 Prozent an Samick übernommen, so Wöbken-Ekert. Die Koreaner zählten zu den weltweit führenden Klavierbauern und Hersteller von Musikinstrumenten; sie beschäftigten 3000 Mitarbeiter und verkauften jährlich 45 000 Klaviere und Flügel und 512 000 andere Instrumente.

Mit Hilfe des strategischen Partners wolle man sich weltweit besser positionieren, so der Unternehmenssprecher. In Asien sei Bechstein derzeit nur in Japan nennenswert vertreten. Auch für die USA, dort verfüge Samick über eine eigene Vertriebsgesellschaft, hoffen die Berliner auf Umsatzzuwächse.

Die Bechstein AG verkaufte zuletzt pro Jahr rund 4 000 hochwertige Klaviere und Flügel und beschäftigte 230 Mitarbeiter. Der Klavierbauer will dem Bericht zufolge die Zahl der Arbeitsplätze erhöhen. Allerdings habe Finanzvorstand Geishecker dazu keine verbindlichen Angaben gemacht.
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