Nachhaltige Aktien, Meldungen

18.2.2008: Wochenrückblick: REpower Systems AG verkauft Windräder mit 338 Megawatt Leistung – Solar Millennium AG will 2,6 Millionen neue Aktien platzieren – BKN BioKraftstoff Nord AG setzt auf Biogasprojekte in Frankreich – Sammelkla

Trotz deutlicher Kursverluste zum Wochenschluss haben die Leitindices DAX, Dow Jones und Nikkei in der letzten Woche unter dem Strich zugelegt. Der deutsche Aktienindex DAX stieg um 0,96 Prozent gegenüber der Vorwoche auf 6.962,28 Punkte. Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones verbesserte sich um 0,88 Prozent auf 12.376,98 Punkte. Ein Plus von 3,17 Prozent wies der japanische Nikkei-Index zum Wochenschluss aus, er lag bei 13.622,56 Punkten. Der Ölpreis hat die in der Vorwoche unterschrittene Marke von 90 US-Dollar deutlich hinter sich gelassen, er sprang um 7,00 Prozent auf 95,36 Dollar je Barrel (Vorwoche: 89,12 Dollar; Sorte "Brent Crude Oil"). Auch Kupfer hat sich verteuert: Copper Grade A kostete je Tonne 7.800,50 Dollar nach 7.347,50 Dollar in der Vorwoche (plus 6,16 Prozent). Der Euro hat sich gegenüber dem Dollar verteuert, er kostete zuletzt 1,4667 Dollar, 1,56 Cent mehr als in der Vorwoche.

Um Ressourcen zu schonen und ihren Anteil an der Umweltbelastung zu reduzieren, leiten auch Technologieunternehmen zunehmend Umweltschutzmaßnahmen ("Green IT") ein. Darauf weist die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hin. Sie hat mit der Studie "Technology Executive Connections: Going Green: Sustainable Growth Strategies" eine Untersuchung darüber vorgelegt, wie die Technologiebranche weltweit auf den Umweltschutztrend reagiert. Im Rahmen der Studie befragte PwC in Zusammenarbeit mit der Economist Intelligence Unit (EIU) weltweit 148 Manager aus der Technologie- und Telekommunikationsbranche sowie aus dem Bereich digitale Medien.

Die US-amerikanische Zoltek Companies Inc. aus St. Louis liefert Kohlefasern an Windturbinenhersteller. Wie Zoltek meldete, stiegen die Nettoerlöse im 1. Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Drittel auf 40,1 Millionen Dollar. Der Betriebsgewinn kletterte um 60 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. Der Nettogewinn wuchs auf 2,6 Millionen Dollar (Vorjahreszeitraum: minus 5,7 Millionen Dollar).

Das börsennotierte französische Neue-Energie-Unternehmen Theolia SA hat seine Erträge in 2007 um 350 Prozent gesteigert. Sie beliefen sich dem Unternehmen zufolge auf 350 Millionen Euro. Die Windkraftkapazitäten seien von 480 Megawatt (MW) auf 630 MW angewachsen, hieß es. Bis 2011 wolle man 2.000 MW erreichen.

20 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 2,5 MW soll die Nordex AG aus Norderstedt an die polnische Megawatt Baltika liefern. Der Auftragswert beläuft sich laut Nordex auf 51 Millionen Euro. Die Windräder seien für den Windpark Tychowo an der polnischen Ostseeküste bestimmt.

Der dänische Weltmarktführer bei Windkraftanlagen, Vestas Wind Systems A/S, meldete den Auftrag für 22 Windturbinen mit je 3 MW Leistung. Die Anlagen sollen demnach in der zweiten Hälfte 2009 an den Blue Trail Windpark in der kanadischen Provinz in Alberta geliefert werden. Zu finanziellen Details machte Vestas keine Angaben.

Die kanadische Western Wind Energy plant einen Windpark mit 100 MW Leistung in der Nähe von Barstow, Kalifornien. Laut dem Unternehmen aus Vancouver handelt es sich um das größte zusammenhängende Windkraftgebiet in Kalifornien, abgesehen von Palm Springs und Tehachapi. Die zur Verfügung stehende Fläche umfasse fast 1.000 Hektar.

Lieferverträge über Windkraftanlagen mit insgesamt 338 MW Leistung meldete die Hamburger REpower Systems AG aus Frankreich. Bis 2011 wird das TecDAX-Unternehmen demnach 129 Windkraftanlagen des Typs REpower MM82 mit je 2 MW Nennleistung an die französische Maïa Eolis liefern. Diese sei ein Joint Venture zwischen Maïa Sonnier (51 Prozent) und dem Konzern Gaz de France (49 Prozent). 40 MM82-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 80 MW liefert REpower den Angaben zufolge an die Maïa Power.

Die börsennotierte Produzentin von Solarmodulen aleo solar AG hat Umsatz und Ertrag in 2007 deutlich gesteigert. Nach vorläufigen Berechnungen beliefen sich die Erlöse auf rund 242,1 Millionen Euro (plus 86 Prozent). Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug 15,7 Millionen Euro (Vorjahr: 9,6 Millionen Euro). Die EBIT-Marge blieb mit 6,5 Prozent solide. In 2008 will das Unternehmen bei einer weiterhin soliden EBIT-Marge einen Konzernumsatz von mindestens 330 Millionen Euro erwirtschaften (bisherige Prognose: 270 bis 300 Millionen Euro). Für 2009 erwartet aleo solar mindestens 380 Millionen Euro Umsatz.

Der norwegische Photovoltaik-Konzern Renewable Energy Corporation ASA (REC) aus Hoevik meldete einen Umsatzsprung auf 6,642 Milliarden norwegische Kronen (NOK) in 2007 (plus 53 Prozent). Das EBIT verbesserte sich demnach um 64 Prozent auf 2,588 Milliarden NOK. REC stellte für 2008 einen Umsatzanstieg um etwa 25 Prozent in Aussicht. Allerdings sei mit einem deutlichen Anstieg der Kosten für die geplante Expansion zu rechnen.

Ein Umsatzplus von 35 Prozent auf 699 Millionen Euro berichtete die Bonner SolarWorld AG für 2007. Das EBIT sei um 48 Prozent auf 175 Millionen Euro gewachsen. Der Jahresüberschuss habe sich um 33 Prozent auf 97 Millionen Euro erhöht.
Die Deutsche Solar AG, ein Tochterunternehmen der SolarWorld, meldete neue Langzeitverträge zur Lieferung von Solarsiliziumwafern über 500 Millionen Euro. Damit summiere sich der Auftragsbestand bis 2018 auf über 5,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen gab ferner einen Kontrakt zur Lieferung von Solarsilizium im Volumen von 600 MW mit dem koreanischen Siliziumproduzenten DC Chemical Co. Ltd. (DCC) bekannt.

Auf wachsende Geschäfte im italienischen Markt für Solarenergie hofft die Centrosolar Group AG. Wie das Münchener Unternehmen meldete, hat seine italienische Tochtergesellschaft Centrosolar Italia S.r.l. eine Vereinbarung zur langfristigen Zusammenarbeit mit der Mailänder Sunsystem S.r.l. geschlossen. In 2008 werde Centrosolar Italia demnach Solarmodule inklusive Zubehör im Umfang von acht Megawatt peak (MWp) als Komplettsysteme an Sunsystem liefern.

Die Solarzellenproduzentin Evergreen Solar, Inc. aus Marlboro im US-Bundesstaat Massachussetts hat das Volumen ihrer geplanten Kapitalerhöhung von 20 auf 16 Millionen junge Aktien reduziert. Die Papiere sollen demnach umgerechnet je 9,50 Euro kosten. Evergreen Solar hofft auf Nettoeinnahmen in Höhe von 144,6 Millionen Dollar.

Die Solar Millennium AG hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2006/2007 um 75 Prozent auf 31,15 Millionen Euro gesteigert. Wie das Unternehmen aus Erlangen berichtete, legte der Jahresüberschuss um 18 Prozent auf 11,87 Millionen Euro zu. Der Gewinn pro Aktie liege bei 1,20 Euro. Vom 19. Februar bis 4. März 2008 führt Solar Millennium eine Barkapitalerhöhung um bis zu 2,6 Millionen Aktien durch. Das Bezugsverhältnis der Aktionäre liegt bei vier zu eins. Der Bezugspreis wird am 25. Februar 2008 veröffentlicht. Den Emissionserlös will das Unternehmen für seine weitere Expansion verwenden.

Die OC Oerlikon Management AG aus Trübbach, Schweiz, liefert eine schlüsselfertige Dünnfilm-Solarfabrik an die italienische Pramac SpA. Die Anlage mit einer anfänglichen Jahreskapazität von 30 MW solle Anfang 2009 am Standort Locarno im Tessin in Betrieb gehen, so Oerlikon. Über finanzielle Details wurde nichts bekannt.

Mit einer Umsatzsteigerung auf 63,9 Milliarden norwegische Kronen (NOK) hat die Orkla ASA ihr Geschäftsjahr 2007 abgeschlossen (Vorjahr: 52,7 Milliarden). Laut dem Unternehmen kletterte der Vorsteuergewinn von 8,5 auf 10,1 Milliarden NOK. Das EBITDA reduzierte sich von 1,7 auf 1,2 Milliarden NOK. Das Unternehmen sieht eine Dividendenzahlung von 2,25 NOK pro Aktie vor (plus 12,5 Prozent). Das Aktienkapital soll um 9,375 Millionen NOK auf 1,286 Milliarden NOK gesenkt werden.

Die Phoenix Solar AG aus Sulzemoos will die Dividende für 2007 auf 0,20 Euro pro Aktie verdoppeln (Vorjahr 0,10 Euro). Zum Hintergrund führte das Solarunternehmen den „sehr erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2007“ an.

Die Bonner Solarparc AG hat den Konzernumsatz 2007 auf 33,6 Millionen Euro gesteigert (Vorjahr: 8,9 Millionen). Das EBIT verbesserte sich demnach von 2,0 auf 4,4 Millionen Euro. Das Konzernergebnis wuchs von 0,32 auf 1,88 Millionen Euro. Nach 0,10 Euro im Vorjahr will Solarparc den Aktionären für 2007 eine Dividende von 0,20 Euro pro Aktie zahlen. Das Unternehmen plant, in 2008 in Deutschland Windparks mit einer Gesamtkapazität von 16 MW und Solarparks in Deutschland und dem Ausland von bis zu 16 MW zu errichten.

Die Schweizer Solarausrüsterin Meyer Burger Technologie AG hat ihre Mehrheitsbeteiligung an der Hennecke GmbH aus Zülpich abgeschlossen. Laut Meyer Burger wurden zur Abwicklung rund 57.000 Namensaktien aus genehmigtem Kapital ausgegeben.

Ein Umsatzplus von 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr meldete die PVA TePla AG aus Aßlar für 2007. Die Erlöse kletterten demnach auf 116 Millionen Euro. Der Auftragseingang sei von 139,5 auf 146 Millionen Euro gestiegen, der Auftragsbestand liege bei 135 Millionen Euro, nach 101,1 Millionen Euro am Vorjahresstichtag. Angaben zum Ergebnis wurden noch nicht gemacht.

Einen Auftrag für Solarmodule mit 22 MW Leistung meldete die chinesische Jetion Holdings Limited. Die noch im laufenden Jahr zu liefernden Module seien für die deutsche Solar Tec AG bestimmt. Über finanzielle Details wurde nichts bekannt.

Der US-amerikanische Mischkonzern Gaiam aus Broomfield, Colorado, hat Details zum geplanten Börsengang seiner Solar-Beteiligung Real Goods Solar bekannt gegeben. Das IPO (Initial Public Offering) soll demnach rund 58 Millionen Dollar einbringen. Knapp 20 Millionen davon würden an Gaiam fließen.

Eine Wandelanleihe im Volumen von bis zu 756.000 Euro und 5 Jahren Laufzeit will die Biogassysteme S&R Biogas Energiesysteme AG ihren Aktionären anbieten. Die Verzinsung liegt laut der Gesellschaft bei 6 Prozent, der Ausgabebetrag bei 1,00 Euro. Aktionären steht ein Bezugsverhältnis von 5:1 zu.

Einen Vertrag über die Lieferung und Errichtung einer 300 kW-Biogasanlage in Italien meldete die Archea Biogas N.V. aus Eindhoven. Das Auftragsvolumen betrage 750.000 Euro. Die Tochtergesellschaft Archea Biogastechnologie GmbH solle die Anlage im ersten Quartal 2008 errichten.


Ein Konsortium, an dem neben der polnischen Warbud und der deutschen WTE auch der französische Versorger Veolia Environnement S.A beteiligt ist, soll die Modernisierung und Erweiterung der Wasseraufbereitungsanlage in Warschau übernehmen. Wie Veolia meldete, beläuft sich das Gesamtvolumen des von der polnischen Verwaltung vergebenen Auftrags auf 500 Millionen Euro. Davon entfielen auf die Konzerntochter Veolia Water 148 Millionen Euro.
Die US-Tochter des Unternehmens, Veolia Water North America, meldete den erneuten Auftrag, die Wasserentsorgung und -aufbereitung der Stadt Oklahoma sicherzustellen. Die Zusammenarbeit mit dem Oklahoma City Water Utility Trust bestehe bereits seit 22 Jahren. Über finanzielle Details wurde nichts bekannt.

Die Düsseldorfer Spezialistin für Umwelttechnik und Industrieautomation M.A.X. Automation AG hat den Konzernumsatz 2007 nach vorläufigen Berechnungen auf etwa 220 Millionen Euro gesteigert (plus 20 Prozent). Das EBIT erhöhte sich demnach um mehr als 23 Prozent auf über 18 Millionen Euro. Der Konzernjahresüberschuss wuchs überproportional um rund 30 Prozent auf zirka 11 Millionen Euro. Der konsolidierte Auftragseingang belief sich Ende 2007 auf mehr als 240 Millionen Euro (Vorjahr : 206 Millionen Euro).

Kadant Inc., Zulieferer für die Zellstoff-Industrie aus Westford, Massachusetts, hat dem Umsatz in 2007 um sieben Prozent auf 366,5 Millionen Dollar gesteigert. Wie das Unternehmen meldete, stieg der Gewinn aus betrieblicher Tätigkeit von 18,3 auf 25,4 Millionen Dollar.

Die Anwaltskanzlei Kaplan Fox & Kilsheimer LLP aus New York strengt eine Sammelklage gegen die kanadische Biolebensmittelhändlerin‚ SunOpta Inc. an. Wie die Kanzlei mitteilte, sollen dabei die Aktionäre vertreten werden, die zwischen dem 8. Mai 2007 und dem 25. Januar 2008 Aktien des Unternehmens gekauft haben. Die Anwälte werfen Sunopta unter anderem Fehlinformationen, fehlerhafte Buchführung und Umgehung von Kontrollmechanismen vor. Das Unternehmen hatte kürzlich eine Sonderabschreibung in Höhe von 12 bis 14 Millionen Dollar bekannt gegeben.

Mit einem von 48,2 auf 63,8 Millionen Dollar gesteigerten Umsatz hat das kanadische Neue-Energie-Unternehmen Canadian Hydro Developers das vergangene Geschäftsjahr abgeschlossen. Wie das Unternehmen aus Calgary mitteilte, stieg das EBITDA von 29,6 auf 39,1 Millionen Dollar. Der Nettogewinn ging leicht zurück von 8,9 auf 8,3 Millionen Dollar.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.

Bilder: REpower Systems AG: Montage eines Windrads; Solar Millenium AG: Solarrinnenkraftwerk; BKN Biokraftstoff Nord AG: Biogasanlage Bützow / Quelle jeweils: Unternehmen

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