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18.4.2007: Bundesverband WindEnergie (BWE): Weltweiter Boom beflügelt deutsche Windanlagenbauer

Die deutschen Hersteller von Windkraftanlagen und Bauteilen haben 2006 über 20 Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahr. Laut Berechnungen des Bundesverband WindEnergie (BWE) beliefen sich die Branchenumsätze im letzten Jahr auf 6,0 Milliarden Euro nach 4,9 Milliarden Euro in 2005, ein Plus von 22 Prozent. Das Export-Geschäft habe mit rund 3,6 Milliarden Euro Zuwachs oder plus von 61 Prozent den Löwenanteil zu dem Wachstum beigesteuert, so der BWE. Eine Windenergie-Leistung von weltweit 15.197 Megawatt sei 2006 neu installiert und an die Netze angeschlossen worden, 32 Prozent mehr als 2005. Das Weltmarktvolumen für Windenergieanlagen habe gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent auf über 15 Milliarden Euro zugelegt.
Für 2007 erwarte der BWE einen weltweit Branchenumsatz von 19 Milliarden Euro bei einer Steigerung der Kapazitäten bis auf 19.000 Megawatt neu installierter Leistung. Auch wenn sich das Wachstum in den kommenden Jahren verlangsame, könne bis zum Jahr 2020 mit einem Anteil der Windenergie von 15 Prozent an der weltweiten Stromversorgung gerechnet werden. Der finanzielle Rahmen des Neubaus von Windkraftwerken dürfte bis dahin eine Größenordnung von rund 100 Milliarden Euro erreicht habe, so der Verband weiter. Für Deutschland kalkuliere man bis 2020 mit einem Anteil von 20 Prozent am deutschen Strombedarfs. Die Kapazitäten an neuer und repowerter Leistung könnten auf ein Niveau von 45.000 Megawatt steigen. Dies setzte jedoch Investitionen in Höhe von rund 45 Milliarden Euro voraus.

Bedingt durch die starke Windstromproduktion in Deutschland und die anhaltend starke Auslandsnachfrage nach Windkraftanlagen können deutsche Hersteller und Zulieferer laut der Meldung weiterhin mit einer Exportquote von mindestens 70 Prozent rechnen. Vor allem innerhalb der EU aber auch auf den Märkten Kanadas, Indiens und Chinas sowie der USA werde der Ausrüstungsbedarf in den kommenden Jahren noch kontinuierlich zunehmen.
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