18.05.04 Nachhaltige Aktien , Meldungen

18.5.2004: Die neuen Besen kehren aus - SAG-Solarstrom AG meldet sechs Millionen Euro Verlust, sieht aber Lichtblicke

Von Heinz Siebold. Die neuen Vorstände der Freiburger SAG Solarstrom AG haben nach knapp einem Jahr ihrer Tätigkeit die erste Bilanz vorgelegt und sie müssen sagen, was auch ihr Vorgänger immer sagte: Wir haben Verlust gemacht, aber bald wird es besser.


Unter der Devise "Konzentration aufs Kerngeschäft und Kostensenkungsmaßnahmen innerhalb der Konzernstrukturen" hat das Gespann Ilgemann-Ortmann das Unternehmen zurecht gestutzt. Die Tochter Franchise GmbH musste ihren Standort im schwäbischen Starzach aufgeben und nach Freiburg kommen, von den 21 Mitarbeitern haben 13 den Umzug mitgemacht. Insgesamt ist die Zahl der Beschäftigten aller Geschäftsbereiche bei 70 etwa gleich geblieben. Aufgegeben hat die SAG ihre Beteiligung an "One World - One Energy", einem Joint-Venture mit einem US-Unternehmen und einer Schweizer Bank. Das Projekt sollte Fonds mit Solaranlagen im internationalen Rahmen aufziehen, scheiterte jedoch. Statt 20 wurden gerade einmal zwei Millionen Euro Eigenkapital eingesammelt, das Unternehmen wird liquidiert.


Die Schlankheitskur der SAG ist noch nicht beendet. Das operative Geschäft lag 2003 mit minus 2,065 Millionen Euro im Verlustbereich. Als kleinen Trost und Lichtblick feiert die SAG das Ergebnis des ersten Quartals von 2004: Erstmals machte die seit 1998 bestehende Firma ein Plus von 38.000 Euro. In Euphorie will der Vorstand darüber jedoch nicht verfallen, erst 2005 sei mit einem positiven Jahresergebnis zu rechnen. "Zu oft", gibt Aufsichtsrat Heller zu, "hat die SAG ihre Voraussagen nicht eingehalten".


S.A.G. Solarstrom AG: ISIN DE0007021008 / WKN 702100

Bildnachweis: S.A.G.-Vorstände Illgemann und Ortmann; Solarstromanlagen des Unternehmens: Wasserkraftwerk Genzach-Wyhlen, Freiburger Dreisamstadion, Hauptbahnhof Freiburg / Quelle: Unternehmen
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