18.06.03 Erneuerbare Energie

18.6.2003: Start in dieser Woche: Meeresenergie soll mit Technik der Windenergie erschlossen werden

Windenergietechnik soll laut einer dpa-Meldung künftig unter der Meeresoberfläche ein Energiepotenzial erschließen, das in Gezeitenströmungen schlummert. Vor der Westküste Großbritanniens gehe in dieser Woche der weltweit erste Prototyp eines Unterwasser-Rotors offiziell in Betrieb, so dpa weiter. Die »Seaflow«-Anlage im Bristol Channel, rund zwei Kilometer vor der Küste von Devon, erinnere an ein auf dem Kopf stehendes Windrad. Im 20 Meter tiefen Wasser kreise ein 11 Meter großer Rotor gemächlich mit 15 Umdrehungen pro Minute in der Strömung der Gezeiten. Sichtbar sind laut dpa je nach Wasserstand nur die oberen 5 bis 10 Meter des Turms.

Der »Seaflow«-Rotor stehe frei, Stauanlagen entfielen, so die Agentur weiter. Ohne die Fortschritte in der Nutzung der Windenergie wäre dies so nicht möglich gewesen, wird Jochen Bard vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) in Kassel zitiert. Das Institut ist an dem sechs Millionen Euro teuren, von der britischen und der deutschen Regierung sowie der EU geförderten Gemeinschaftsprojekt beteiligt.
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