18.06.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

18.6.2007: Aktien-News: wind 7 will expandieren – Fokus auf Griechenland, Börsengang angestrebt

Voraussichtlich am 29. August 2007 wird in Eckernförde die Hauptversammlung des Windkraftunternehmens wind 7 AG stattfinden. Das meldet die Betreiberin und Projektiererin aus Schleswig-Holstein. Sobald der Termin verbindlich feststehe, würden alle Aktionäre schriftlich eingeladen. Auf der Tagesordnung werde möglicherweise auch die Anpassung des Firmennamens an die neue Geschäftsausrichtung im Bereich erneuerbarer Energien stehen. Denn der Vorstand hat den Einstieg in den deutschen Solarmarkt beschlossen. Das Unternehmen sieht in diesem Sektor gute Geschäftsmöglichkeiten, da ihm zufolge mit einem weiteren Fallen der Modulpreise für Photovoltaik zu rechnen sei „und die Projekte dadurch deutlich wirtschaftlicher werden“. Mit der Akquisition einer größeren Anzahl von Freiland- und Dachflächen habe man bereits begonnen.

Laut der wind 7 AG stehen die endgültigen zahlen für das Geschäftsjahr 2006 noch nicht fest. Erst Anfang Juli 2007 sei man so weit. Der zunächst noch interne Entwurf des Jahresabschlusses zeige jedoch „eine deutliche Erhöhung des Gewinns im Vergleich zu 2005“, so das Unternehmen. Wie es weiter mitteilt, wurden die FRISIA-Windparks in St. Wendel und Walsrode wurden zum Jahresende 2006 verkauft, der Windpark Passow II (Mecklenburg-Vorpommern) sowie eine einzelne Windenergieanlage in Wehrendorf (NRW) neu realisiert und in die Betriebsführung übernommen. Den seit 2001 in Betrieb befindlichen Windpark Benndorf (Sachsen-Anhalt) habe man „zu günstigen Konditionen erworben, zum Jahresende 2006 mit Gewinn weiterveräußert und ebenfalls in die Verwaltung übernommen“. Ferner hat wind 7 drei weitere Projekte für die Betriebsführung akquiriert.

Die Unternehmensführung betont, dass wind 7 weiter den Gang an die Börse anstrebt. Die Perspektiven dafür seien insbesondere durch den Aufbau einer umfangreichen Windkraft-Projektpipeline in Deutschland und Griechenland „massiv verbessert“ worden. Im Ausland habe man „nach ausgiebiger Prüfung der Gesetze, der Wettbewerbssituation und anderer wichtiger Rahmenbedingungen“ entschieden, einen klaren Schwerpunkt auf Griechenland zu setzen. Dort habe die Regierung im Sommer 2006 die Gesetze für Genehmigungsverfahren von Windpark- und auch Solarprojekten deutlich vereinfacht. Darüber hinaus sei im Dezember 2006 in Athen ein neues Investitions-Förderungsgesetz verabschiedet worden, wodurch sich die Bedingungen weiter verbesserten. „Neben einer langfristig gesicherten und gesetzlich garantierten Einspeisevergütung pro Kilowattstunde Stromertrag, die sowohl für Windenergie als auch im Bereich Photovoltaik bezahlt wird, bekommen Betreiber von derartigen Anlagen auch einmalige Zuschüsse, die sich in der Größenordnung zwischen 30 und 60 % des Investitionsvolumens bewegen“, so wind 7. In Verbindung mit einer hohen Sonnenscheindauer bei Solarenergie bzw. guten Windbedingungen würden sich somit kurze Amortisationszeiten und sehr hohe Projektrenditen ergeben.

Wie weiter ausgeführt wird, konnte im Januar 2007 mit einer griechischen Entwicklungsgesellschaft ein Vertrag für mehrere Großprojekte im Photovoltaikbereich (PV) mit einem Investitionsvolumen von ca. 40 Millionen Euro unterzeichnet werden. Die Realisierung sei für 2008 und 2009 vorgesehen. „Mit einem anderen griechisch-deutschen Konsortium wurde die Entwicklung einer größeren Zahl von kleinen PVKraftwerken in Griechenland vereinbart“, so das Unternehmen. Weitere Verträge über den Erwerb von Windpark- und Photovoltaikkraftwerken in Griechenland befänden sich „in fortgeschrittenen Verhandlungen“.

Bildhinweis: Windkraftprojekt in Griechenland. / Quelle: Iberdrola
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x