18.06.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

18.6.2007: Umweltaktien-Wochenrückblick: Aufträge über 130 Megawatt für Vestas Wind Systems A/S – Q-Cells AG will künftig Wafer produzieren – Precious Woods Holding AG platziert Aktie im Wert von 24 Millionen Schweizer Franken

In der vergangenen Börsenwoche verlor der DAX 0,64 Prozent auf 7849,16Punkte. Der Dow-Jones-Index sank um 2,21 Prozent auf 13.553,72 Punkte. Der japanische Nikkei-Index büßte 1,71 Prozent ein auf 17.842,29 Punkte. Erdöl verbilligte sich leicht um 0,22 Prozent auf 70,67 US-Dollar pro Barrel (Vorwoche: 70,83 Dollar; Sorte "Brent Crude Oil"). Kupfer (Copper Grade A) kostete mit 7.371,50 USD pro Tonne 1,02 Prozent weniger als in der Vorwoche (7.447,50 Dollar). Ein Euro kostete 1,3349 US-Dollar, vier Hundertstel Cent weniger als zum Ende der Vorwoche.

Die kalifornische Edison Mission Group (EMG) hat beim Windturbinenbauer Suzlon Wind Energy Corp. 300 Windräder mit einer Gesamtkapazität von 630 Megawatt (MW) Leistung bestellt. Wie das indische Unternehmen mitteilte, handelt es sich zum einen um einen Nachfolgeauftrag, durch den die Bestellung von Edison einen Gesamtumfang von einer Milliarde MW erreiche. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Über Tochterunternehmen in Spanien, Kanada und den Niederlanden hat die dänische Vestas Wind Systems A/S Aufträge über Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 130 Megawatt (MW) erhalten. Medienberichten zufolge vereinbarte die spanische Vestas Eólica mit der Enel Unión Fenosa Renovables (EUFER) die Lieferung von 21 Anlagen des Typs V90-1.8MW für das Projekt Caldereros in der Provinz Castilla-La Mancha.
Vestas Kanada habe einen Auftrag für 18 Windräder vom Typ V82-1.65MW erhalten, hieß es weiter. Die Anlagen sollen in drei Windparks in der Nähe des Erie-Sees in der kanadischen Provinz Ontario errichtet werden.
Die niederländische Gesellschaft Growind bestellte laut der Meldung für ein Vorhaben im Norden der Provinz Groningen 21 Windkraftanlagen der Baureihe V90-3.0MW.

Der Windparkprojektierer Plambeck Neue Energien AG hat sich an einem Joint Venture zur Entwicklung und Realisierung von Windpark-Projekten in Ungarn beteiligt. Laut dem Unternehmen wurde das Gemeinschaftsunternehmen mit der Dresdener GM Umwelt- und Energiewirtschaft GmbH begründet. Neun Windpark-Projekte mit bis zu 130 Windenergieanlagen und bis zu 260 Megawatt zu installierender Nennleistung würden in das Joint Venture eingebracht, hieß es weiter.

Scottish and Southern Energy hat bei der schottischen Regierung den Antrag zur Genehmigung eines 205-Megawatt-Windparks in Pairc on Lewis gestellt. Laut dem Unternehmen soll der Windpark auf den Äußeren Hebriden 57 Turbinen umfassen. Das Investitionsvolumen für Scottish and Southern Energy liege bei rund 200 Millionen Pfund.

In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres hat die Roth & Rau AG Aufträge im Wert von 74,3 Millionen Euro erhalten (Vorjahresperiode: 15,9 Millionen Euro). Darin seien zwei schlüsselfertige Produktionslinien im Wert von insgesamt 32,4 Millionen Euro enthalten, so das Unternehmen.

Die Fürther Sunline AG hat einen Auftrag im Wert von zirka elf Millionen Euro aus Spanien erhalten. Laut dem Solarunternehmen soll für nicht näher genannte spanische Geschäftspartner eine Megawatt-Photovoltaikanlage in der Nähe von Cordoba schlüsselfertig errichtet werden. Die Freilandanlage werde mit Nachführsystemen und Wechselrichtern aus Deutschland sowie Solarmodulen aus der Produktion eines chinesischen Großkonzerns ausgerüstet.

Die börsennotierte Oldenburger aleo solar AG will unter der Marke „aleo“ bis zu 80 Prozent der CIGSSe- der Johanna Solar Technology vertreiben. Wie das Unternehmen meldete, läuft die Kooperation über mindestens fünf Jahre. Die Johanna Solar Technology GmbH baut in Brandenburg an der Havel eine Fabrik für ihre Dünnschichtsolarmodule auf Basis von Kupfer, Indium und Gallium sowie Sulfid und Selen (CIGSSe).

Siliziumlieferungen von Hoku Materials hat sich die im chinesischen Wuxi ansässige Suntech Power Holdings Co, Ltd. gesichert. Das Unternehmen berichtete über einen Liefervertrag mit zehn Jahren Laufzeit ab 2009. Das Finanzvolumen der Vereinbarung liege voraussichtlich bei rund 678 Millionen US-Dollar.

E-Ton Solar aus Taiwan plant, den Zulieferer Adema Technologies zu übernehmen. Laut einem Medienbericht aus Hong Kong bietet der Solarzellenhersteller rund 154 Millionen Euro für das kalifornische Unternehmen, das Ingots produziert. Die Übernahme solle im 3. Quartal erfolgen. E-Ton Solar wolle damit laut seine Rohstoffversorgung absichern.

Der Umsatz der Hamburger Conergy AG soll 2008 auf 1,8 Milliarden Euro klettern. Nach Angaben des Neue-Energie-Unternehmens wird ein gebremstes Wachstum im Bereich Windkraft durch überdurchschnittliches Wachstum in den Bereichen Photovoltaik und Bioenergie kompensiert.

Der Thalheim Solarzellenhersteller Q-Cells AG will künftig Wafer produzieren. Wie das TecDAX-Unternehmen bekannt gab, soll ein Teil der ab dem Jahr 2008 von der norwegischen Elkem Solar gelieferten Silizium-Mengen zu Wafern verarbeitet werden. Vom Einstieg in die Waferproduktion erhofft sich Q-Cells deutliche Kostenvorteile.
Die Q-Cells-Aktionäre stimmten auf der Jahreshauptversammlung der möglichen Aufnahme von Options- und/oder Wandelanleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu drei Milliarden Euro zu. Es wurde zudem ein neues Aktienoptionsprogramm für alle Mitarbeiter der Q-Cells AG beschlossen.

Dem deutsch-britische Hersteller von Siliziumblöcken und Wafern, PV Crystalox AG, ist ein erfolgreicher Börsenstart an der London Stock Exchange gelungen. Nach einem Ausgabepreis von 130 Pence legte die Aktie in London deutlich zu. Das Unternehmen ist auf die Produktion von mono- und polykristallinen Siliziumwafern spezialisiert.

Die schweizerische Spezialistin für Sägen zur Trennung von Siliziumblöcken, Meyer Burger Technology AG, hat einen Auftrag über 30 Millionen Schweizer Franken (18,12 Millionen Euro) von der chinesischen Trina Solar erhalten. Laut ihren Angaben wurden Band- und Drahtsägen für eine Erweiterung der bestehenden Produktionskapazitäten geordert. Aufgrund weiterer Aufträge für die Bereiche Kristallin- sowie Dünnschicht-Solarzellen ist der Auftragsbestand der Manz Automation AG per Ende Mai 2007 auf über 80 Millionen Euro angestiegen.
Der Manz-Vorstand rechnet nun für das Geschäftsjahr 2007 mit einem Umsatz von 65 Millionen Euro bis 68 Millionen Euro und erhöhte auch die EBIT-Prognose entsprechend auf 8,1 Millionen Euro bis 8,5 Millionen Euro.

Der Schweizer Hörgerätebauer Phonak Holding AG wird ab dem 1. August 2007 als „Sonova Holding AG“ firmieren. Der neue Name solle die Eigenständigkeit der Marken des Unternehmens verstärken und ihnen gleiche Chancen einräumen, so Phonak. Er positioniere die Holding zudem klarer als Dachgesellschaft einer Gruppe. Für 2006 will das Unternehmen mit 0,75 Schweizer Franken (CHF) pro Namenaktie 50 Prozent mehr Dividende ausschütten als im Vorjahr.

Der Schweizer Zementhersteller Holcim AG hält eine Mehrheitsbeteiligung von 55 Prozent an der Jurong Cement Limited, Singapur. Wie Holcim mit Sitz in Jona mitteilte, wurde ein am 30. April 2007 angekündigtes Kaufangebot an die weiteren Aktionäre von Jurong Cement Limited erfolgreich abgeschlossen. Dies entspreche einer Gesamtinvestition von rund 33 Millionen US-Dollar.
Holcim berichtete ferner, dass zwei Wandelanleihen zurückgezahlt werden sollen. Die Besitzer der Wandelanleihen hätten jedoch das Recht, ihre Papiere noch in Aktien der Holcim zu tauschen.


Seine achte Kapitalerhöhung führt derzeit der nicht börsennotierte Textilhersteller Stoffkontor Kranz AG durch. Laut dem Unternehmen mit Sitz in Lüchow soll das Grundkapital um bis zu 150.000 Euro erhöht werden. Die Zeichnungsfrist laufe bis zum 31. Juli 2007. Das bisherige Grundkapital beläuft sich den Angaben zufolge auf 1.899.414 Euro.

Die neuen Aktien des Dämmstoffherstellers Steico AG sollen zwischen 14,50 und 17,50 Euro kosten. Bei vollständiger Platzierung würde der Gesellschaft damit ein Bruttoemissionserlös in Höhe von 60,9 bis 73,5 Millionen Euro zufließen. Der endgültige Emissionspreis wird voraussichtlich am 25. Juni 2007 veröffentlicht.

Die Klagenfurter SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG verkauft einen Teil ihres Immobilienbesitzes im Stadtbereich von Budapest. Das Unternehmen erwartet aus der Veräußerung einen Buchgewinn von 3,6 Millionen Euro. Mit dem Erlös solle die Kapitalbasis für Investitionen in Rumänien gestärkt werden, hieß es.

Informationen zur aktuelle Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite Kurse.


Bilder: Errichtung einer Vestas V90 Windkraftanlage / Quelle: Unternehmen; Solarzellen der Q-Cells AG im Solarpark Erlasee / Quelle: ECOreporter.de; Baum in einer Plantage der Precious Woods Holding AG in Brasilien / Quelle: Unternehmen

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.
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