19.11.02

19.11.2002: Meldung: Mayr-Melnhof Karton: Ergebnisse zum 3. Quartal

19. November 2002

Ergebnisse zum 3. Quartal 2002:


ERFREULICHER ERGEBNISVERLAUF IN DEN ERSTEN NEUN MONATEN 2002

o Erfolgreiche Integration der letzten Akquisitionen

o Preiserhöhungen nach Rohstoffkostenanstieg durchgesetzt

o Verkürzte Orderzeiten seit Beginn des 3. Quartals erfordern selektive
Anpassung der Maschinenlaufzeit in der Kartondivision

o Prognosehorizont bleibt kurzfristig

o Positive Aussichten für Gesamtjahr

Auch bei eingetrübten konjunkturellen Rahmenbedingungen konnte die Mayr-Melnhof Gruppe den positiven Erwartungen für das 3. Quartal in vollem Maße entsprechen und dadurch die ersten drei Quartale 2002 mit einem sehr guten Ergebnis abschließen.


Der Periodenüberschuss für den Zeitraum von Januar bis September 2002 belief sich auf 66,2 Mio. EUR und erreichte damit den Rekordwert des Vorjahres (Q1-3 2001: 66,5 Mio. EUR).

Der Konzernumsatz erhöhte sich um 11,1 % auf 940,4 Mio. EUR (Q1-3 2001: 846,5 Mio. EUR), wobei der Anstieg im Wesentlichen auf die höhere Auslastung in der Kartondivision und Akquisitionen zurückzuführen ist.

Beim betrieblichen Ergebnis gelang ein Zuwachs um 6,3% auf 105,2 Mio. EUR (Q1-3 2001: 99,0 Mio. EUR). Diese Verbesserung ist einerseits auf die erfolgreiche Integration der letzen Akquisitionen und signifikante Optimierungen im laufenden Geschäft zurückzuführen. Andererseits konnten die deutlich erhöhten Materialkosten durch Anpassung der Verkaufspreise weitgehend kompensiert werden. Die Operating Margin lag bei 11,2 % (Q1-3 2001: 11,7 %).

Der Zinsensaldo der ersten drei Quartale verbesserte sich auf -1,2 Mio. EUR (Q1-3 2001: -1,6 Mio. EUR).

Die sonstigen Erträge (inklusive dem Ergebnis aus "at-equity"-bilanzierten Beteiligungen) befanden sich mit 0,3 Mio. EUR wieder auf einem "Normalniveau", nachdem sie in der Vergleichsperiode des Vorjahres infolge einmaliger Erlöse aus Beteiligungsveräußerungen 4,8 Mio. EUR erreicht hatten.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Minderheitsanteilen lag damit bei 104,3 Mio. EUR (Q1-3 2001: 102,2 Mio. EUR). Der effektive Konzernsteuersatz betrug rund 36 % (Q1-3 2001: rund 34 %).

Unter Berücksichtigung des laufenden Aktienrückkaufes befand sich in der Berichtsperiode ein gewichteter Durchschnitt von 11.025.708 Aktien im Umlauf, woraus sich ein Gewinn von 6,00 EUR je Aktie errechnet (Q1-3 2001: 5,61 EUR).


DAS DRITTE QUARTAL

Geschäftsverlauf

Aufgrund der herrschenden Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung und höherer Preise bei Karton und Faltschachteln ist das Geschäft im Vergleich zur ersten Jahreshälfte zunehmend kurzfristiger geworden. Bei noch weitgehend stabiler Nachfrage bedeutet dies, dass die Kunden zwar vorsichtiger planen aber vorerst nicht weniger kaufen.

Die im 2. Quartal infolge des starken Altpapierpreisanstiegs angekündigten Preiserhöhungen bei Karton und Faltschachteln wurden im 3. Quartal wirksam, wodurch eine weitgehende Kompensation der erhöhten Inputpreise möglich war.

In der Kartondivision wurde die Produktion im 3. Quartal durch selektive und teilweise Umbau bedingte Maschinenstillstände an die kürzeren Orderzeiten angepasst, wobei mit 94 % ein noch insgesamt zufrieden stellender Kapazitätsnutzungsgrad erreicht wurde. Das betriebliche Ergebnis lag bei 21,9 Mio. EUR nach 24,7 Mio. EUR im 2. Quartal.

Die Packagingdivision verzeichnete eine anhaltend gute Auslastung und konnte die bisherige positive Geschäftsentwicklung beschleunigen. Das betriebliche Ergebnis des 3. Quartals belief sich auf 15,5 Mio. EUR. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Vorquartal (Q2: 8,6 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf die Integration der Graphia Gruppe und erfolgreiche Optimierungen im laufenden Geschäft zurückzuführen.

Mit 37,4 Mio. EUR erzielte die Mayr-Melnhof Gruppe im 3. Quartal 2002 das bisher beste betriebliche Periodenergebnis (Q2: 33,3 Mio. EUR; Q1: 34,5 Mio. EUR).

Der Periodenüberschuss lag bei 22,7 Mio. EUR (Q2: 21,6 Mio. EUR).


Wichtige Ereignisse

Beteiligung am Altpapierunternehmen Spiehs auf 100% aufgestockt - Mehrheitsanteil an Papyrus

Mayr-Melnhof hat nach dem Ableben eines Gesellschafters die Beteiligung am Unternehmen Johann Spiehs & Co im Oktober 2002 von 40 % auf 100 % sowie den Anteil an Papyrus von 31,7 % auf 63,3 % aufgestockt und in die Kartondivision integriert.
Beide Unternehmen sind auf dem österreichischen Altpapiermarkt mit mehreren Niederlassungen sehr gut positioniert und seit langem mit Mayr-Melnhof Karton eng verbunden. Ziel der Beteiligung ist die strategische Festigung der Altpapierversorgung der Kartonfabriken in Österreich und Slowenien.
Der Kaufpreis wird nach Genehmigung durch das Kartellgericht bar und in 57.000 eigenen Aktien im Wert von 3,648 Mio. EUR (64 EUR/Aktie) entrichtet. Der Aufsichtsrat hat dem Wiederverkauf eigener Aktien zugestimmt.

Umbau der Kartonmaschine II in Frohnleiten

Die Kartonmaschine II im österreichischen Werk Frohnleiten wurde Mitte des 3. Quartals umgebaut. Primäres Ziel der rund 17 Mio. EUR Investition war es, Produktion und Produktqualität an den letzten Stand der Technik heranzuführen.


KARTONDIVISION

Infolge der guten Nachfrage im ersten Halbjahr konnten die Kapazitäten der Kartondivision im Zeitraum von Januar bis September 2002 trotz zunehmender Kurzfristigkeit des Geschäftes im 3. Quartal zu rund 97 % ausgelastet werden (Q1-3 2001: rund 90 %). Der durchschnittliche Auftragsstand der ersten neun Monate lag mit 88.000 Tonnen deutlich über dem Vorjahr (52.000 Tonnen).

Aufgrund der besseren Auslastung und der Akquisitionen erhöhten sich sowohl Absatz als auch Produktion gegenüber der Vergleichsperiode um rund 16 % auf 1,1 Mio. Tonnen.
Rund 78 % der Versandmenge entfielen auf Europa und 22 % auf die Überseemärkte (Q1-3 2001: 82 %; 18%).

Infolge des dramatischen Anstiegs der Altpapierpreise während des 2. Quartals war es notwendig, die Kartonpreise in Europa um bis zu 10 % anzuheben. Da die erhöhten Verkaufspreise bereits im 3. Quartal wirksam wurden, und in den Überseemärkten sukzessive zu besseren Preisen abgeschlossen werden konnte, hat sich der durchschnittliche Verkaufspreis im Jahresverlauf kontinuierlich erhöht.

Die Steigerung der Umsatzerlöse um 8,6 % auf 591,4 Mio. EUR ist jedoch primär auf die erhöhte Absatzmenge zurückzuführen. Das betriebliche Ergebnis lag mit 72 Mio. EUR knapp unter dem Wert des Vorjahres (Q1-3 2001: 74 Mio. EUR). Die Operating Margin betrug damit 12,2 % (Q1-3 2001: 13,6 %).


PACKAGINGDIVISION

Infolge des Absatzschwerpunktes bei Verpackungen für konsumnahe Verbrauchsgüter verzeichnete die Packagingdivision während der ersten drei Quartale 2002 eine anhaltend stabile Absatzentwicklung. Die seit Mitte des 2. Quartals wirksame Erhöhung der Kartonpreise konnte im Laufe des 3. Quartals an die Endkunden weitergegeben werden, so dass die Periode von Januar bis September 2002 durch eine insgesamt nachhaltig positive Geschäftsentwicklung gekennzeichnet war.

Die Umsatzerlöse lagen mit 427,3 Mio. EUR aufgrund der Erstkonsolidierung der Graphia Gruppe im 3. Quartal 2002 und der Akquisition des Vorjahres um 13,8 % über dem Vergleichswert (Q1-3 2001: 375,5 Mio. EUR). Die verarbeitete Tonnage erhöhte sich aus demselben Grund von 245.000 auf 276.000 Tonnen.

Beim betrieblichen Ergebnis gelang ein Zuwachs um 8,2 Mio. EUR (+32,8 %) auf 33,2 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist einerseits auf die Akquisitionen und anderseits auf erfolgreiche Kostensenkungsmaßnahem sowie Optimierungen im Produktmix zurückzuführen. Die Operating Margin stieg im Jahresvergleich von 6,7 % auf 7,8 %.





AUSBLICK

Aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung planen unsere Kunden weiterhin vorsichtig und kurzfristig. Der Auftragsstand der Kartondivision lag Mitte November mit rund 50.000 Tonnen auf anhaltend niedrigem Niveau. Dem entsprechend bleibt es notwendig, die Maschinenlaufzeiten auch im 4. Quartal selektiv anzupassen. Im Faltschachtelbreich kann mit anhaltend zufrieden stellender Nachfrage gerechnet werden. Bei weitgehender Stabilität auf den Rohstoffmärkten bleibt es Ziel, die Verkaufspreise zu halten. Trotz des absehbaren saisonalen Produktionsrückgangs in der zweiten Dezemberhälfte kann jedoch aus heutiger Sicht eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung erwartet werden.


FORTSETZUNG DES AKTIENRÜCKKAUFS GEPLANT

Das derzeit bestehende Aktienrückkaufprogramm wird laufzeitkonform per 22. November 2002 beendet. Die 8. ordentliche Hauptversammlung hat den Vorstand zum Erwerb eigener Aktien bis 14. November 2003 ermächtigt. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat in der Sitzung vom 26. November 2002 einen Antrag auf ein neuerliches Rückkaufprogramm für den Zeitraum vom 29. November 2002 bis 14. November 2003 zur Genehmigung vorlegen.

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- Der Bericht zum 3. Quartal 2002 ist auf unserer Homepage unter
http://www.mayr-melnhof.com abrufbar.

- Das vorläufige Konzernergebnis 2002 wird am 5. März 2003 veröffentlicht.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Mag. Stephan Werba, Investor Relations, Mayr-Melnhof Karton AG, Brahmsplatz 6, A-1041 Wien
Tel.: (+43/1) 50136, Fax: (+43/1) 50136 - 1195
E-Mail: investor.relations@mm-karton.com, Website: http://www.mayr-melnhof.com
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