19.01.07 Nachhaltige Aktien , Meldungen

19.1.2007: Endesa-Übernahme-Schlacht wirbelt weiter Staub auf

Der spanische Baukonzern Acciona hat Blockade-Vorwürfe in Bezug auf die Übernahme des Stromversorgers Endesa zurückgewiesen. Der deutsche Stromkonzern E.on hatte behauptet, Acciona wolle mit anderen Aktionären eine Kontrollbeteiligung an dem Übernahmekandidaten Endesa aufbauen. Das geht aus Agenturmeldungen hervor. Im Gegenzug habe Acciona bei der spanischen Börsenaufsicht Beschwerde darüber eingelegt, dass Endesa E.on vertrauliche Informationen gegeben haben soll, die den anderen Aktionären nicht zur Verfügung standen.

Schon im Dezember hatte Acciona angekündigt, seinen Anteil an Endesa von 21 auf 24,9 Prozent nur dann auszubauen, wenn E.on den Zuschlag nicht erhalte (siehe ECOreporter.de-Beitrag vom 6. Dezember).

Seit Monaten schwelt ein Übernahmestreit mit politischer Einflussnahme um den spanischen Stromversorger. E.on sowie die spanische Gas Natural haben Angebote abgegeben.

Derweil überlegt die spanische Sparkasse Caja Madrid den Berichte zufolge, ob sie ihren Zehn-Prozent-Anteil an Endesa an E.on abgeben will. Die Gas Natural erwägt demnach eine Erhöhung ihres Angebots von 24 Milliarden Euro. E.on bietet insgesamt 36,5 Milliarden Euro.

Außerdem hat die EU der spanischen Regierung eine Frist bis einschließlich heute gesetzt, die Verstöße gegen EU-Bestimmungen bei ihren Übernahmeauflagen zurückzunehmen.

Empresa Nacional de Electricidad SA (Endesa): ISIN ES0130670112 / WKN 871028
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