19.04.05 Erneuerbare Energie

19.4.2005: Windm?hlenwahn? - Pressewirbel um ungew?hnliches Windkraftprojekt

Ihre Gegner w?rden Windkraftanlagen am liebsten zum Mond schie?en. Der "Spiegel" aus Hamburg, bekannt für seine windkraftkritische Berichterstattung, wies in der Ausgabe der vergangenen Woche auf die Aussicht hin, sie au?er Sichtweite ?ber den Wolken zu platzieren. Die Rede ist da von Fliegenden Elektrischen Generatoren (FEG), die mit einem Drahtseil am Boden verankert sind, im Luftwirbel bei 5.000 Metern H?he dreimal so viel Energie erzeugen sollen wie landgest?tzte Windturbinen, zum Preis von zwei Cent je Kilowattstunde. Allerdings ist dieser Ansatz keineswegs neu. Die "Windenergie" hat schon vor vier Jahren ?ber diese Technologie berichtet, die Bryan Roberts, Professor für Automatisierungstechnik im australischen Sydney, entwickelt hat. Sein fliegendes Windkraftwerk erhebt sich demnach zun?chst wie ein Hubschrauber in windstarke H?hen, um dort wie ein Lenkdrachen zu gleiten und mit seinen Rotoren Energie zu erzeugen. Bis zu 20 Megawatt Leistung erhofft sich der Professor von solchen als Gyromills bezeichneten Anlagen.

Auch andere Medien berichteten bereits vor Jahren ?ber die Idee des Professors und seine Schwierigkeiten, Investoren davon zu ?berzeugen, darunter Spiegel-online.de im Mai 2001. Die Internet-Tochter des Wochenmagazins wies damals auch auf das Hauptproblem der fliegenden Windturbinen hin: Sie ben?tigen eine Sicherheitszone von 28 Kilometer, in der aufgrund der vom Boden zu den Anlagen reichenden Stromleitungen kein Flugverkehr m?glich ist. In Australien mit seinen gro?en menschenleeren Arealen ist es Bryan Roberts offenbar nicht gelungen, sein Konzept umzusetzen. Der Spiegel berichtet nun von seiner Absicht, einen Prototyp ?ber der kalifornischen W?ste in die Luft zu schicken. Bislang habe er die daf?r ben?tigten drei Millionen Dollar von Investoren noch nicht einwerben k?nnen.

Vor einem Jahr hatte das Hamburger Magazin mit seiner Titelgeschichte "Der Windm?hlenwahn" zur Windkraft viel Staub aufgewirbelt. Darin hatten zwei Spiegel-Redakteure sehr kritisch ?ber die Windenergie berichtet, dabei des ?fteren Windkraftkritiker und Zahlen und Fakten von diesen zitiert, ohne dem eine andere Stimme oder Fakten entgegen zu halten. In der Folge hatte einer der profiliertesten Journalisten des Spiegel nach 18 Jahren Redaktionszugeh?rigkeit gek?ndigt. Sein weniger negativer Bericht ?ber die Windkraft war zuvor von der Chefredaktion abgelehnt worden. Er erschien statt dessen in einer Sonderausgabe unseres ECOreporter.de-Magazins zur Windkraft. Sollten Sie sich für diese Sonderausgabe in zwei Teilen mit umfassenden Informationen zur Windkraftnutzung interessieren, senden wir es Ihnen kostenlos zu, wenn sie Ihren Namen, Vornamen, die vollst?ndige Postadresse, Ihre Telefon-Nummer und die eMail-Adresse (sonst k?nnen wir nicht antworten!) senden an: info@ecoreporter.de. Sie stimmen damit zu, dass wir Ihre Adresse an ausgew?hlte Anbieter weitergeben d?rfen, damit Sie Informationen ?ber deren Angebot erhalten. Sie best?tigen mit Ihrer Antwort-Mail au?erdem, dass Sie unseren kostenlosen Service nicht professionell nutzen. Daher senden wir das Magazin nicht kostenlos an Firmenadressen! Abonnenten von ECOreporter.de erhalten das Magazin zur Windkraft nat?rlich ohne Gegenleistung. Daf?r gen?gt eine einfache Mail.
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