19.05.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

19.5.2003: Hart getroffen: Solartechnik-Hersteller Solvis meldet Einbruch bei Umsatz und Gewinn

Der Braunschweiger Solartechnik-Hersteller Solvis GmbH & Co KG hat im Geschäftsjahr 2002 einen Umsatz in Höhe von 12 Mio. Euro erzielt. Einem Bericht der Braunschweiger Zeitung zufolge gingen die Erlöse damit um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Das Unternehmen, dessen Solarheizkessel mit integriertem Gasbrenner im Aprilheft der Zeitschrift "Test" mit dem Urteil "Sehr gut" abgeschnitten habe, erzielte laut dem Blatt eine schwarze Null" beim Überschuss. Im Jahr 2001 sei noch ein Gewinn in Höhe von 360.000 Euro angefallen.

Die Solvis-Geschäftsführer Helmut Jäger und Klaus-Henning Terschüren hätten vor allem niedrige Öl- und Gaspreise, die 2002 zunächst reduzierte Solar-Förderung des Bundes sowie die allgemeine Konsumflaute für die schwache Nachfrage verantwortlich gemacht, hieß es. Das Unternehmen habe dennoch besser abgeschnitten als der Rest der Branche; diese müsse bundesweit einen Umsatzeinbruch von immerhin 45 Prozent verkraften. An der 15 Jahre alten Solvis sind über Kommanditeinlagen viele ökologisch engagierte Privatanlegern beteiligt.

Geschäftsführer Jäger hoffe, auf positive Effekte aus den neuen, günstigeren Fördersätze des Bundes für Hausbesitzer seit Jahresbeginn sowie zinsgünstigen Konditionen der Kreditanstalt für Wiederaufbau im Rahmen des Gebäude-Sanierungsprogramms für Kesseltausch, berichtet die Braunschweiger Zeitung. Im laufenden Geschäftsjahr sollten Umsatz und Ertrag des Unternehmens wieder das Niveau von 2001 erreichen. Im nächsten Jahr wolle man ein Wachstum von 30 Prozent schaffen.

Seit Ende März bauen die Braunschweiger alle Produkte auf einer Plattform. Damit will man Einsparungen in Höhe von 10 Prozent der Produktionskosten realisieren. Die Produktpalette des Solartechnikherstellers umfasst zur Zeit Solarkollektoren, Solarspeicher, Heizkessel, Systemregler und Photovoltaikanlagen.
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