19.06.03

19.6.2003: Länder-Rating: USA stürzt ab, Norwegen an der Spitze der Nachhaltigkeit

Verschärfte Gesetze in den USA erleichtern das Abhören von Telefonen und die Kontrolle von Lesern US-kritischer Literatur. Das habe dazu beigetragen, dass die USA im diesjährigen Länder-Rating von der oekom research AG um acht Plätze auf Rang 25 zurückgefallen seien, heißt es in einer Pressemeldung der Münchener Agentur. Wie im Vorjahr seien die skandinavischen Länder mit Norwegen an der Spitze führend. Nicht zu einer Abwertung führte dabei die norwegische Walfang-Politik. "Walfang ist kein explizites Kriterium, das wir untersuchen. Wir gehen davon aus, dass die Kriterien, die wir gewählt haben, ein realistisches Bild des Landes wiedergeben. Auch wenn es Teilbereiche gibt, die wir nicht abbilden.", sagte Mathias Bönning, oekom research-Vorstand gegenüber ECOreporter.de.
Deutschland verbesserte sich bei oekom vom zwölften auf den zehnten Platz, Mexiko, die Türkei und Russland bilden wie in 2002 das Ende der Rangliste. Das "Country Rating" der Münchener Rating-Agentur bewertet die 30 OECD-Staaten und Russland nach 150 ökologischen und sozialen Indikatoren. Es bildet die Entscheidungsgrundlage für etwa zehn Rentenportfolios, die nach dem Prinzip der Nachhaltigen Entwicklung investieren und ein Volumen von über 300 Millionen Euro verwalten.
Der Bereich "Umweltbelastung" mit den Untersuchungsbereichen Luft, Energie, Boden, Wasser, Biodiversität und Abfall ging mit 70 Prozent in die ökologische Bewertung ein. Norwegen und Schweden konnten hier die meisten Punkte für sich verbuchen. Deutschland landete auf Platz siebzehn.
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