19.7.2006: Meldung: Kunert AG: nicht öffentliches Bezugsangebot

Nachstehendes Angebot zum Bezug von Aktien stellt kein öffentliches Angebot dar. Es richtet sich ausschließlich an die derzeitigen Aktionäre der Kunert AG.
Kunert AG
Immenstadt
ISIN DE 000 634 190 2 / Wertpapier-Kenn-Nummer 634 190
ISIN DE 000 A0E 95W 6 / Wertpapier-Kenn-Nummer A0E 95W
ISIN DE 000 634 193 6 / Wertpapier-Kenn-Nummer 634 193
ISIN DE 000 A0E 95X 4 / Wertpapier-Kenn-Nummer A0E 95X
I. Kapitalerhöhung gegen Bar- und Sacheinlagen

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der Kunert AG vom 17. Juli 2002 ist der Vorstand im Wege der Satzungsänderung ermächtigt worden, in der Zeit bis zum 30. Juni 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu EUR 7.280.000,00 durch Ausgabe neuer Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre z.B. zum Ausschluss von Spitzenbeträgen auszuschließen. Die Satzungsänderung ist am 30. August 2002 in das Handelsregister eingetragen worden.

Auf der Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand der Kunert AG am 14. Juli 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom gleichen Tage beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von zur Zeit EUR 8.080.800,00, eingeteilt in 1.560.000 Stammaktien und 624.000 stimmrechtslose Vorzugsaktien, um bis zu höchstens EUR 7.272.720,00 auf bis zu höchstens EUR 15.353.520,00 durch Ausgabe von bis zu höchstens 1.965.600 neuen Stammaktien zu erhöhen. Die neuen Stammaktien sind Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2006 gewinnberechtigt. Sie werden im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sach- und Bareinlagen ausgegeben. Die Aktionäre Deutsche Bank AG, HARDT GROUP Private Equity Partners I, Trafalgar Recovery Fund, Trafalgar Discovery Fund und ECO Master Fund sind berechtigt, als Einlage für die von ihnen im Rahmen ihres Bezugsrechts gezeichneten neuen Aktien Sacheinlagen in Form von Darlehensforderungen zu erbringen. Das Bezugsverhältnis beträgt für alle Aktionäre 10 : 9. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien beträgt einheitlich EUR 5,00 je Aktie.

Nach Ablauf der Bezugsfrist, voraussichtlich am 7. August 2006, wird der Vorstand entsprechend dem Umfang der Ausübung der Bezugsrechte durch die Aktionäre, sowie ggfs. weiterer von Aktionären und/oder Dritten gezeichneter Aktien, den endgültigen Umfang der Kapitalerhöhung festlegen.

Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank Aktiengesellschaft ("HypoVereinsbank") hat sich verpflichtet, die neuen, gegen Bareinlagen auszugebenden Aktien den Aktionären innerhalb der Bezugsfrist im Verhältnis von zehn alten Aktien zu neun neuen Aktien zum Bezugspreis von EUR 5,00 je Aktie ("Bezugspreis") zum Bezug anzubieten sowie die neuen Aktien in dem Umfang zu zeichnen und zu übernehmen, in dem ihr von Aktionären innerhalb der Bezugsfrist Bezugsanmeldungen zugehen, sowie von Aktionären in Form von Überbezugserklärungen und sonstigen, (qualifizierten) Investoren im Rahmen einer Platzierung erteilte Angebote zum Erwerb vorliegen und der Bezugs- bzw. Erwerbspreis auf einem Konto der HypoVereinsbank eingegangen ist. Soweit das im Rahmen dieser Kapitalerhöhung festgelegte Bezugsverhältnis bei Ausübung von Bezugsrechten dazu führen würde, dass rechnerisch Ansprüche der Aktionäre auf Bruchteile von Aktien entstehen würden, haben die Aktionäre hinsichtlich der entstehenden Spitzenbeträge keinen Anspruch auf Lieferung von Aktien. Das Bezugsrecht für solche Spitzenbeträge ist ausgeschlossen. Die Bezugsrechte sind übertragbar; ein Bezugsrechtshandel findet jedoch nicht statt.

Die Bezugsfrist wird für sämtliche Aktionäre zwei Wochen betragen. Für die Aktionäre, die zum Bezug neuer Aktien gegen Bareinlagen berechtigt sind, beginnt die Frist am 20. Juli 2006 und endet am 2. August 2006. Für die Aktionäre, die zum Bezug neuer Aktien gegen Sacheinlagen berechtigt sind, beginnt die Bezugsfrist am 25. Juli 2006 und endet am 7. August 2006.

Wir bitten hiermit unsere Aktionäre, die zum Bezug neuer Aktien gegen Bareinlagen berechtigt sind, ihr Bezugsrecht zur Vermeidung des Ausschlusses in der Zeit vom
20. Juli bis 2. August 2006 (einschließlich)

über ihre Depotbank bei einer inländischen Niederlassung der
Bayerische Hypo- und Vereinsbank Aktiengesellschaft


während der üblichen Schalterstunden auszuüben. Nicht fristgemäß ausgeübte Bezugsrechte verfallen.

Die Bezugsrechte werden für Aktien, die in Girosammelverwahrung gehalten werden, nach dem Stand vom 19. Juli 2006, abends, durch die Clearstream Banking AG den Depotbanken automatisch eingebucht. Die Ausübung der Bezugsrechte für girosammelverwahrte Aktien erfolgt durch Einreichung der Bezugserklärungen, die den Aktionären der Gesellschaft von den Depotbanken übersandt werden, bei der Bezugsstelle oder der Bank, bei der sich die Aktien eines Aktionärs in Girosammelverwahrung befinden. Als Bezugsrechtsnachweis bei effektiven Stammaktien dient der Gewinnanteilschein Nr. 11, als Bezugsrechtsnachweis bei effektiven Vorzugsaktien dient der Gewinnanteilschein Nr. 14.

Gegen Einreichung der Bezugserklärungen bzw. der Gewinnanteilscheine können entsprechend dem Bezugsverhältnis von 10 : 9 auf jeweils zehn alte Stammaktien neun neue Stammaktien sowie auf jeweils zehn alte Vorzugsaktien neun neue Stammaktien zum Bezugspreis von jeweils EUR 5,00 bezogen werden. Auf weniger als zehn alte Stamm- oder Vorzugsaktien kann jeweils eine dem Bezugsverhältnis von 10:9 entsprechende auf eine ganze Zahl abgerundete Anzahl von neuen Aktien bezogen werden. Der Bezugspreis ist bei Ausübung des Bezugsrechts, spätestens jedoch am 2. August 2006 zu zahlen. Für den Bezug wird dem Aktionär die übliche Bankenprovision berechnet.

Für die Bezugsrechte auf die neuen Stammaktien (ISIN DE 000 A0J RU2 6/WKN A0J RU2) wird es keinen Bezugsrechtshandel geben. Vom Beginn der Bezugsfrist an werden die alten Stamm- und Vorzugsaktien "ex Bezugsrecht" notiert.

II. Verbindliches Angebot zum Erwerb weiterer Aktien

Jeder Aktionär kann über den auf seinen Bestand nach Maßgabe des Bezugsverhältnisses von 10 : 9 entfallenden Bezug hinaus ein verbindliches Angebot zum Erwerb weiterer Stammaktien abgeben. Verbindliche Angebote zum Erwerb weiterer neuer Stammaktien können unsere Aktionäre innerhalb der Bezugsfrist (20. Juli bis 2. August 2006) über ihre Depotbank bei einer inländischen Niederlassung der Bayerische Hypo- und Vereinsbank Aktiengesellschaft während der üblichen Schalterstunden abgeben. Dabei bitten wir unsere Aktionäre, die ein verbindliches Angebot zum Erwerb weiterer Aktien abgeben wollen, dies unter Verwendung des über die Depotbanken zur Verfügung gestellten Weisungsformulars zu erteilen.

Ein Überbezugswunsch kann nur berücksichtigt werden, wenn der Erwerbspreis für den Überbezug spätestens bis zum 2. August 2006 bei der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank Aktiengesellschaft gutgeschrieben ist. Soweit es dabei nicht möglich ist, den Aktionären sämtliche von ihnen zusätzlich gewünschten neuen Aktien zu übertragen, behält sich die HypoVereinsbank vor, Angebote zum Erwerb weiterer neuer Aktien nicht oder nur teilweise anzunehmen. Sollte der Überbezugswunsch nicht vollständig erfüllt werden können, erhält der Aktionär den für den Erwerb geleisteten Betrag ggf. abzüglich anfallender Gebühren zurück.

III. Besondere Hinweise für Anleger

Die neuen Stammaktien werden jeweils in Globalurkunden verbrieft und bei der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, hinterlegt. Der Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile ist satzungsgemäß ausgeschlossen. Die Erwerber der neuen Stammaktien erhalten entsprechend ihrem Anteil Gutschrift auf Girosammeldepot.

Die Anmeldung der Durchführung der Kapitalerhöhung zur Eintragung in das Handelsregister wird nach Ende der Bezugsfrist, voraussichtlich am 8. August 2006 erfolgen. Die Übertragung der neuen Stammaktien mit der WKN 634 190 in die jeweiligen Depots der Aktionäre erfolgt nach der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister und der Erteilung des Zulassungsbeschlusses der Börse München. Die Zulassung der neuen Aktien zum Börsenhandel im geregelten Markt an der Börse München ist für den 14. August 2006 vorgesehen. Die neuen Aktien aus dem Überbezug werden zusammen mit den im Rahmen des gesetzlichen Bezugsrechts bezogenen Aktien durch die HypoVereinsbank über die jeweiligen Depotbanken an die Aktionäre geliefert.

IV. Risikohinweise

Wirtschaftliche Situation der Gesellschaft

Die zur Behebung der bestehenden Verlustsituation eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen im operativen Bereich befinden sich noch in der Umsetzungsphase und müssen ihre prognostizierte Wirksamkeit noch unter Beweis stellen. Eine Verbesserung der Finanzlage setzt die vollständige Umsetzung des Rekapitalisierungs- und Refinanzierungsprogramms sowie die Beherrschung und den Nichteintritt zahlreicher Risiken (insbesondere in Bezug auf die Nachfrageentwicklung in den relevanten Märkten, die Kostensituation der Gesellschaft sowie die Preisentwicklung in den Märkten, zur Verfügung stehende Technologie, Gewährleistungsverpflichtungen sowie rechtliche und regulatorische Rahmenbedingungen wie auch Einschränkungen betreffend den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft und das Marktumfeld in den relevanten Märkten) voraus, für die es keine Gewähr gibt und bei deren Scheitern die Insolvenz des Unternehmens droht.

Eine Anlage in Aktien der Kunert AG ist mit hohen Risiken verbunden. Der Erwerb dieser Aktien kann deshalb nur unter bewusster Inkaufnahme der damit verbundenen Risiken und somit ausschließlich unter spekulativen Gesichtspunkten erfolgen.

Risiken im Hinblick auf die Durchführung der Kapitalerhöhung

Die neuen Stammaktien entstehen erst mit der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister. Die Durchführung der Kapitalerhöhung zur Eintragung in das Handelsregister ist nach Ende der Bezugsfrist geplant.

Wenn die Kapitalerhöhung nicht in das Handelsregister eingetragen oder nachträglich für nichtig erklärt wird, steht den Aktionären, die die neuen Stammaktien gezeichnet und den Bezugs-/Erwerbspreis gezahlt haben, ein Rückforderungs- bzw. Abfindungsanspruch gegen die Gesellschaft zu. Diese Rückforderungs- bzw. Abfindungsansprüche sind ungesichert. Für die Aktionäre besteht in diesem Fall das Risiko, dass sie ihre Rückforderungs- bzw. Abfindungsansprüche nicht realisieren können.

Die vorstehenden Risikohinweise gelten auch für die Zeichnung von Aktien im Rahmen des Überbezugs (oben II.).



Immenstadt, im Juli 2006

Der Vorstand
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