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19.9.2006: Interseroh-Tochter stellt bald eigenen Kraftstoff her

Die Interseroh Metallaufbereitung (MAB) Rostock züchtet sich ihren Treibstoff für Lkw und Bagger bald selbst. Wie das Kölner Mutter-Unternehmen mitteilt, hat die MAB hat zusammen mit landwirtschaftlichen Betrieben aus der Region Rostock die Ölmühlen GmbH Nord Ost gegründet. Das rund eine halbe Million Euro teure Projekt am Standort Bad Sülze werde 2007 in Betrieb genommen und soll ab der nächsten Rapsernte rund 1,3 Millionen Liter Rapsöl pro Jahr produzieren.

Der Metallrecycler rüstet insgesamt 50 Fahrzeuge auf Rapsöl um, so dass im Jahr 800.000 Liter des alternativen Treibstoffs direkt verwendet werden können. "Rapsöl ist umweltfreundlicher als Biodiesel, und die Motoren der Bagger und LKWs laufen seit der Umrüstung sogar besser", kommentiert Clemens Janning, der bei Interseroh für das Projekt verantwortlich ist.

Studien der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe zeigen den Angaben zufolge, dass Rapsöl den Kohlendioxidausstoß im Vergleich zu Dieselkraftstoff um circa 80 Prozent vermindert. Dabei sei der Wärmewert mit dem von Diesel vergleichbar. Außerdem schone die Verlagerung von fossilen Brennstoffen auf nachwachsende Rohstoffe Ressourcen und fördere die regionale Landwirtschaft.

Die Interseroh Metallaufbereitung Rostock GmbH wurde 1947 gegründet und gehört seit 1999 dem Kölner Interseroh Konzern an. Mit rund 70 Standorten und 1.400 Mitarbeitern in Deutschland und Europa liegt das Kerngeschäft des Unternehmens im Sammeln, Transportieren, Aufbereiten und Verwerten leerer Verpackungen, ausgedienter Produkte und von Altmetallen.
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