20.10.03 Nachhaltige Aktien , Meldungen

20.10.2003: Mahner in der Wüste - Chef von Pacific Hydro fordert angesichts Dürreperiode verstärkten Ausbau erneuerbarer Energien in Australien

Jeff Harding, Chef von Pacific Hydro Limited, hat von der Regierung des fünften Kontinents einen verstärkten Ausbau der regenerativen Energien gefordert. Das berichtet der Sydney Morning Herald. Demnach ist der Anlass dieser Forderung die große Dürre, die seit sieben Jahre den Bundesstaat Victoria heimsucht. Deren Ausmaß übertreffe alle bisherigen Trockenperioden und gelte als ein Bote des Klimawandels. Pacific Hydro, nach eigenen Angaben führendes Windenergieunternehmen Australiens, entwickelt und betreibt neben Wind- auch Wasserkraftanlagen. Durch die Dürre reduzierten sich die Gewinne von Pacific Hydro dem Artikel zufolge um rund vier Millionen US-Dollar.

Jeff Harding habe darauf hingewiesen, dass pro Kopf weltweit nirgends so viele Treibhausgas-Emissionen anfielen wie in Australien. Die Klimaschutzbemühungen des Landes, einem der größten Kohleexporteure, müssten angesichts solcher Phänomene wie dieser ungewöhnlichen Dürre, endlich verstärkt werden. Er habe die Regierung aufgefordert, die Energieversorger dazu zu verpflichten, mehr Strom aus erneuerbaren Energien anzubieten. Statt der bislang angestrebten zwei Prozent müssten bis 2010 mindestens zehn Prozent des Stromangebots aus regenerativen Quellen gespeist werden. Anstatt diese Energieträger als Konkurrenz der heimischen Kohleindustrie zu verstehen und daher klein zu halten, müsse die Regierung sie laut Harding als wirkungsvolle Ergänzung begreifen. Er habe in diesem Zusammenhang auf Europa verwiesen, wo die erneuerbaren Energien eine Wachstumsbranche darstellten. Doch während etwa in Deutschland bereits Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 14.000 Megawatt Leistung installiert seien, käme Australien trotz seines riesigen Potentials auf lediglich 179 Megawatt.
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